Besuch der Gedenkstätte Marienborn

An der Bundesautobahn 2 befindet sich die Gedenkstätte Marienborn, die ehemals größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutsche Grenze.
von Melanie Alperstaedt (27.01.2010)

An der Bundesautobahn 2 befindet sich die Gedenkstätte Marienborn, die ehemals größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutsche Grenze.

Sie wurde zwischen 1972und 1974 auf einer Fläche von 35ha errichtet. Etwa 1000 Bedienstete versahen dort ihren Dienst als Angehörige der Staatssicherheit, der Passkontrolleinheiten, des Zolls, der Grenztruppen und als Zivilangestellte. Durch die verbesserte technische Ausstattung wurden alle Reisenden, ihr Gepäck oder ihre Fahrzeuge lückenlos kontrolliert. Allein zwischen 1985 –1989 wurden 34,6 Millionen Reisende abgefertigt. Die Kontrollen an der Grenzübergangsstelle wurden am 1. Juli 1990 um 0.00Uhr eingestellt. Am 13. August 1996 eröffnete Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.

Die Besucher können sich dort heute unter anderem die Passkontrolle PKW-Einreise, die Zollkontrolle PKW-Einreise und die Kontrollgarage PKW-Ausreise anschauen. Gebäude und technische Einrichtungen wie die Beschauerbrücke, der Kommandoturm und eine Rollschranke lassen besonders deutlich werden, wie lückenlos die Kontrolle und Überwachung an der Grenzübergangsstelle funktionierte.

Im Besucherzentrum, das sich im ehemaligen Stabsgebäude befindet, kann man sich im Sonder- und Dauerausstellungsbereich, einem Seminarbereich und einem Video-Vorführraum noch näher über die Geschichte der Teilung und der Grenzübergangsstelle informieren.

Trotz eisiger Temperaturen haben wir die interessante Führung über das Gelände sehr genossen.  Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei dem Mitarbeiter Ingo Riecke bedanken, der sich für uns und unsere Fragen viel Zeit genommen hat.

Ein Besuch der Gedenkstätte Marienborn ist in jedem Fall sehr lohnenswert.

 

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