Wie der Null-Euro-Schein ins DDR Museum kam

Eine dicke Null ziert ihn und trotzdem möchte jeder einen haben. Den Null-Euro-Schein gibt es jetzt auch im DDR Museum. Doch wie kam es dazu? von Nina Krasemann (03.07.2017)

Eine Idee aus Frankreich

Der Souvenir-Schein, der mit der Europäischen Zentralbank entwickelt wurde, wurde bereits von zahlreichen europäischen Einrichtungen in Auftrag gegeben. Die Idee zu dem Schein entstand 2015 in Frankreich, nachdem der Vorgänger dieses Souvenirs, eine Gedenkmedaille, sich als großer Erfolg herausstellte. Zunächst wurde der Schein nur in Frankreich produziert und verkauft. Doch  der Schein erfreut sich der Null-Euro-Schein größter Beliebtheit und fand nicht nur bei französischen Bürgern Abnahme. Auch Touristen und Besucher aus anderen europäischen Ländern fanden Gefallen daran. Daher wurde der Verkauf seit 2016 auf weitere Länder ausgedehnt, wodurch sich auch die Rückseite des Scheins änderte. Der Souvenier Schein wird von der französischen Wertpapierdruckerei Oberthur auf Sicherheitspapier gedruckt. Sie können jedoch nicht mit echtem Papiergeld verwechselt werden. Waren vorher nur französische Sehenswürdigkeiten abgebildet, finden sich nun auch einige von anderen europäischer Ländern. Immer mehr deutsche Kultureinrichtungen bieten ihre personalisierte Serie der Null-Euro-Scheine an. Seit einigen Tagen gibt es den Schein auch im Design des DDR Museums. Aber wie kam es dazu? 

Marx auf dem Euro

Der Hersteller der Souvenir-Banknoten, trat im Februar 2016 an das DDR Museum heran und der Geschäftsführer machte unserer Betriebsleiterin Romy Fischer die Idee eines eigenen Null-Euro-Scheins schmackhaft. Daraufhin machte sie sich auf den Weg nach Frankreich, dem Ursprungsland dieser besonderen Banknote, und schaute sich das Phänomen in zahlreichen Einrichtungen vor Ort an. Trotz des großen Erfolges in Frankreich wurde die Idee vorerst wieder verworfen. Ein Jahr später entschied man sich dann doch dazu es zu versuchen und machte sich sogleich über das Design des Scheins Gedanken. Authentisch sollte er sein, ansprechend und natürlich sofort mit der DDR in Verbindung gebracht werden können. In Anlehnung an den 100-Mark-Schein der DDR wurde Karl Marx als zentrales Motiv gewählt. Eine Abbildung der Berliner Mauer durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Weltzeituhr, der Fernsehturm und das Wappen der DDR runden das Bild ab. Als man sich über das Design einig war, wurde der Schein in Auftrag und damit in Produktion gegeben. Trotz Verzögerungenim Herstellungsprozess, konnten die 10.000 Exemplare des Scheins endlich in Empfang genommen werden. Was lange währt wird endlich gut. 

Nun hat auch das DDR Museum seine eigene Null-Euro-Schein Serie. Im Museumsshop wurde vergangene Woche ein Automat aufgestellt, der gegen den Betrag von 2€ einen Schein ausgibt.

Quelle: https://www.euroschein-souvenir.de/geschichte/

 

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