Werkschau an der HTW

DDR Objekte in Studentenhand

Die HTW Berlin und das DDR Museum sind seit einiger Zeit Kooperationspartner. Die Hochschule hat sich vom DDR Museum Objekte geliehen, an denen die Studierenden das Inventarisieren lernen und üben sollen. Vor ein paar Wochen bereits präsentierten die Studierenden die Ergebnisse auf einer abendfüllenden Veranstaltung bei uns im Besucherzentrum und bekamen viel positives Feedback.
Nun fand die alljährliche Werkschau an der HTW statt, bei der diese Ergebnisse ebenfalls vorgestellt wurden. Sammlungsleiter Jörn Kleinhardt hat sich ein Bild am Campus der HTW machen können und war als Besucher auf der Werkschau in Schöneweide unterwegs. von Nina Krasemann (07.08.2017)

Werkschauzeit

Das Sommersemester neigt sich dem Ende zu und die Semesterferien stehen vor der Tür. Jetzt heißt es für die Studierenden  des Fachbereichs Design und Kultur der HTW Berlin ranklotzen. Die Werkschau will, wie jeden Sommer, vorbereitet werden. An einem Wochenende im Jahr herrscht Ausnahmezustand auf dem Campus Wilhelminenhof. Fachbesucher, Familien, Freunde, Ehemalige und neugierige Studienanwärter stürmen das Gelände und lassen sich von den Studenten und Studentinnen die Studienergebnisse der letzten zwei Semester präsentieren. Natürlich ist auch der Studiengang Museumskunde vertreten. In diesem Jahr stellen die Studierenden des Studiengangs zwei große Bereiche vor. Zum einen das hauseigene Computermuseum, zum anderen die Objekte des DDR Museum, die in den letzten beiden Semestern von ihnen erforscht, erfasst und inventarisiert wurden. Neben den offensichtlichen Daten und Eigenschaften der Objekte recherchierten die Studierenden auch die Geschichten, die sich hinter den Stücken verbergen.
Zu diesem Zweck sind das DDR Museum und der Studiengang vor einiger Zeit eine Kooperation eingegangen. Bereits zum zweiten Mal leiht das Museum der Hochschule Objekte aus der Sammlung, damit die Studierenden damit forschen und lernen können. Für die Studierenden eine willkommene Abwechslung, da die Arbeit mit echten historischen Objekten sie auch auf den Berufsalltag in einer Museumssammlung vorbereitet. Das Inventarisieren ist ein wichtiger Teil des Studiums und des Berufs des Museologen.

Zu den Objekten, die das Museum der Hochschule zu Lehrzwecken überlassen hat, zählen neben Alltagsgegenständen auch Dokumente und Schriftstücke.

Geschichten hinter den Objekten

Zum Inventarisierungsprozess eines Museologen gehört neben der Erfassung der offensichtlichen Daten auch die Recherche nach der Geschichte hinter dem Objekt. Die Objekte des DDR Museum erzählen diese Geschichten, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick. Bei der Werkschau werden sie von den Studierenden vorgestellt. Schon vor ein paar Wochen präsentierten sie ihre Ergebnisse bei einer abendfüllenden Veranstaltung im Besucherzentrum des DDR Museum der Öffentlichkeit Sammmlungsleiter Jörn Kleinhardt hat sich am Wochenende auf den Weg zur HTW gemacht und sich die kleine Ausstellung der Studenten der Museumskunde angesehen. Die Objekte sind liebevoll präsentiert - in Vitrinen und auf Sockeln - kleine Hefte daneben erzählen die Geschichten und geben Informationen zu den Objekten preis.

Ein gelungener Abschluss

Für die Studierenden war die Werkschau wieder mal ein voller Erfolg. Das positive Feedback der Besucher und Dozenten entlässt die Studenten nun voller Freude auf die kommenden Semester in die vorlesungsfreie Zeit. Und auch das DDR Museum freut sich, dass die Objekte von den Studenten sinnvoll genutzt werden konnten und einen Lerneffekt erzielt haben.

 

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