Vorkriegsentwicklung im Nachkriegsdeutschland - das Telefon W38

In den 1930er Jahren entwickelte Siemens & Halske ein neues Standard-Telefon für die Deutsche Reichspost. 1938 ging daraus das Modell W (Wählapparat) 38 hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der „W 38“ in seiner Kriegsausführung mit Glocken aus Glas statt aus Metall fast unverändert in der DDR weitergebaut und war dort noch bis in die 1960er Jahre hinein der Standardapparat. 
von Sören Marotz (23.10.2013)

In den 1930er Jahren entwickelte Siemens & Halske ein neues Standard-Telefon für die Deutsche Reichspost. 1938 ging daraus das Modell W (Wählapparat) 38 hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der „W 38“ in seiner Kriegsausführung mit Glocken aus Glas statt aus Metall fast unverändert in der DDR weitergebaut und war dort noch bis in die 1960er Jahre hinein der Standardapparat. 

Das Modell aus unserer Sammlung stammt von 1957. Wie viele andere Geräte im Bereich Kommunikationstechnik auch stammt es von RFT. Oft findet sich im Geräteinneren auch noch ein Schaltplan. Noch heute gilt es als der klassische Wählscheibenapparat, dessen Form als Inbegriff für ein “altes Telefon” steht. Einige digitale Anlagen unterstützten nach wie vor das alte Impulswahlverfahren, indem sie es simulieren. 

In Westdeutschland wurde nach 1948 das Tischtelefon Modell „W 48“ als direkte Weiterentwicklung des „W 38“ eingeführt. Wie in Ostdeutschland der „W 38“, so blieb sein Pendant in der Bundesrepublik über die Nachkriegszeit hinaus der Standardapparat. Fast alle westdeutschen Hersteller haben dieses Modell in Lizenz gefertigt.

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