Der Griff zu den Sternen mit dem Modellbausatz „Wostok-1“

Mit der "Wostok-1" flog Juri Gagarin am 12. April 1961 um 7:07 MEZ als erster Mensch ins Weltall und umrundete die Erde in 108 Minuten, ein großer Erfolg für die Ostblockstaaten zur Konkurrenz, der Vereinigten Staaten von Amerika. Unser Modellbausatz der Wostok 1 wurde vom VEB Plasticart Zschopau produziert und kostete 13,50 Mark. von Jörn Kleinhardt (07.04.2016)

Mit der "Wostok-1" flog Juri Gagarin am 12. April 1961 um 7:07 MEZ als erster Mensch ins Weltall und umrundete die Erde in 108 Minuten, ein großer Erfolg für die Ostblockstaaten zur Konkurrenz, der Vereinigten Staaten von Amerika. Gagarin startete vom sowjetischen Kosmodrom Baikonur, dem größten sowjetischen Weltraumbahnhof im südlichen Kasachstan.

Es gab noch 5 weitere Wostok Missionen in denen der Aufenthalt des Menschen für längere Zeit im Weltall untersucht wurde. In der 6.und letzten Wostok-Mission flog die erste Kosmonautin Valentina Tereschkova 1963 in den Weltraum.

Unser Modellbausatz der Wostok 1 wurde vom VEB Plasticart Zschopau produziert und kostete 13,50 Mark.

Seit dem Ende der 50er Jahre produzierte der kleine VEB Kunststoffverarbeitung Zschopau Spritzgussteile für Baukästen von Schiffs-und Flugzeugmodellen.

Aus militärischen Flugzeugen, Passagiermaschinen, Hubschraubern und viele mehr bestand die Angebotspalette unter anderem das Jagdflugzeug Mig-15 aus Russland, die SAAB Draken aus Schweden, die L-60 aus Tschechien, die kleine An-2 nutzbar für die Landwirtschaft aus Russland und das kleine Reise- und Kunstflugzeug Aero-45 aus der Tschechoslowakei.

Beliebt waren die Bausätze bei Groß und Klein, ob nun für sich selbst oder als passendes Geschenk. Dennoch waren manche Modele sehr aufwendig zu basteln, weil viele Kleinteile verbaut werden mussten so zum Beispiel der Bausatz der Iljuschin-62.

Der Baukasten der Wostok 1, im Maßstab 1:25, ist aus den 80er Jahren und noch sehr gut erhalten. Auf dem Karton sind die einzelnen Phasen der Erdumrundung in farbengewaltiger Kraft dargestellt.

Der kleine oder auch große Bastler hatte 52 Einzeltypteile, insgesamt 108 Teile, in weißem und silbernem Plastik, um das kompletten Raumschiff zu bekommen. Man knickte die Bauteile vorsichtig aus der Vorrichtung aus und klebte mit Hilfe der ausführlichen Anleitung alles zusammen. Selbstverständlich kam der Bausatz mit Kleber, Farbe, Aufklebern, Anleitung und einer Vorrichtung zum Aufstellen. Sogar ein kleiner Plastik-Kosmonaut konnte mit an Bord gehen. In der Anleitung bzw. dem beilgelegten Heft war ebenso eine genaue Beschreibung der technischen Daten, Vorbereitung und Durchführung der Wostok-Mission enthalten.

Zum Spielen waren die Modelle nur bedingt geeignet. Umso besser verklebt wurde, desto robuster waren die Modelle. Zum Anschauen der Sammlung in der Vitrine oder in der Schrankwand waren sie hingegen bestens tauglich. In Kinder- und Jugendzimmern hingen sie auch gerne mal an einem Seil aufgereiht direkt unter der Decke, zum Leidwesen der hereinkommenden Erwachsenen.

 

Ein Gastbeitrag von Juliane Knote

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