Das Filmmuseum Potsdam – früher das „Filmmuseum der DDR“

In der Rubrik DDR-Gedenkstätten stellen wir jeden Monat ein Museum oder eine Institution vor, die sich mit der DDR-Geschichte auseinandersetzt. Das Museum, das ich Ihnen heute vorstellen möchte, lässt auf den ersten Blick die Verbindung zur DDR vielleicht nicht sofort erkennen. Jedoch finden sich sowohl in seiner Geschichte als auch in seinen Ausstellungen direkte Verbindungen und Bezüge zum ehemaligen deutschen Staat.
von Admin (13.11.2014)

In der Rubrik DDR-Gedenkstätten stellen wir jeden Monat ein Museum oder eine Institution vor, die sich mit der DDR-Geschichte auseinandersetzt. Das Museum, das ich Ihnen heute vorstellen möchte, lässt auf den ersten Blick die Verbindung zur DDR vielleicht nicht sofort erkennen. Jedoch finden sich sowohl in seiner Geschichte als auch in seinen Ausstellungen direkte Verbindungen und Bezüge zum ehemaligen deutschen Staat.

Das Filmmuseum Potsdam wurde 1981 als „Filmmuseum der DDR“ eröffnet. Die erste Dauerausstellung zur Ufa- und DEFA-Geschichte folgte 1983. Nach dem Ende der DDR wurde es zum Landesmuseum und von da an immer wieder modernisiert. Zuletzt wurden 2013/2014 die Brandschutzanlagen erneuert, alte Ausstellungen erneuert und neue Ausstellungen konzipiert.

Durch seine DDR-Vergangenheit und durch die Verbindungen zu den Babelsberger Filmstudios verfügt das Museum über eine einmalige und umfangreiche Sammlung von Objekten und Materialien zur DDR-Filmgeschichte. Diese Sammlung sowie alle anderen Sammlungen sind nach Terminvereinbarung auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Neben der Dauerausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Filme in Babelsberg“ präsentiert das Museum auch wechselnde Sonderausstellungen, Ausstellungen im Foyer und die Ausstellung „Historische Filmtechnik“ im Schaudepot. Im Foyer ist beispielsweise im Moment die Ausstellung „Verteidigung des Alltags. Der Regisseur Herrmann Zschoche“ zu sehen. Die Ausstellung, kuratiert von Studenten der Filmuniversität Babelsberg, beschäftigt sich anlässlich seines 80sten Geburtstags intensiv mit dem berühmten DDR-Regisseur.

Im Kino des Museums können Sie ein vielfältiges Filmangebot ansehen, immer wieder sind dort auch Filme aus oder über die DDR zu sehen. So zieht sich das Thema DDR durch alle Angebote des Museums. Eine enge Verbindung dazu ist also gewollt und auch offensichtlich. Dies zeigt auch das Thema „DDR im Film“, welches in der Abteilung Medienbildung des Museums angeboten wird.

Das Filmmuseum ist von Dienstag bis Sonntag immer von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5€ regulär und 4€ ermäßigt für die Dauerausstellung oder die Sonderausstellung. Für beide Teile kann auch eine Kombikarte erworben werden. Die Foyerausstellung und die Ausstellung „Historische Filmtechnik“ sind kostenfrei. Neben Führungen und Workshops kann man im Museum auch verschiedene Angebote zur Medienbildung wahrnehmen. Weitere Infos dazu finden Sie auf der Homepage des Museums!  

Bild: Ethan Doyle White

 

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