Aus dem Museum

Grünes Licht fürs DDR Museum

„Ich geh zum Konsum“ – in der DDR ein alltäglicher Ausdruck. Seit einiger Zeit ist das DDR Museum im Besitz einer Leuchtwerbung einer Konsum-Verkaufsstelle. Das Schild wurde restauriert, um nun in der Dauerausstellung präsentiert werden zu können. von Nina Krasemann (12.03.2018)

Das Schild der Konsumgenossenschaften, die Lebensmittelgeschäfte, Produktionsbetriebe und Gaststätten betrieben, hatte seine besten Tage leider hinter sich. Trotzdem sollte es in die Dauerausstellung des DDR Museum einziehen. Der massiv gebaute Stahlkasten mit den grünen Neonröhren, die das „K“ der Konsumgeschäfte formen, sollte Teil der Bückwarenecke im ersten Ausstellungsteil werden. Dass dieses Vorhaben im damaligen Zustand der Reklame nicht in die Tat umzusetzen war, lies sich schnell erkennen. Also was tun?

Ein Schild unterwegs

Es war klar, dass das Schild eine Generalüberholung nötig hatte. Also wurde nach einer Werkstatt gesucht, die sich auf Neonröhren spezialisiert hatte. Diese war schnell gefunden und ein Termin zur Übergabe wurde gemacht. Bereits vor Weihnachten wurde die Reklame also in diese Werkstatt gebracht. Der Fokus der Restaurierung lag vor allem auf den Neonröhren und der Elektrik. Letztere wurde erneuert. Die Neonröhren, die an einigen Stellen bereits gebrochen und stark verschmutzt waren, wurden durch neue ersetzt.

Abholung und Einzug in die Ausstellung

Einige Wochen, nachdem das Schild in der Werkstatt abgegeben worden war, konnte es wieder abgeholt werden. Nun war es fast nicht wieder zu erkennen. War das grün der Röhren vorher schmutzig und blass, strahlte es durch die erneuerten Röhren wieder hell und kräftig. Wenig später wurde es über der Bückwarenecke im ersten Ausstellungsteil der Dauerausstellung angebracht, von wo es nun sein grünes Licht durchs DDR Museum leuchten lässt.

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