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Dresden

Dresden ist die Landeshauptstadt Sachsens und nach Leipzig die zweitgrößte sächsische Stadt. Seit dem 15. Jahrhundert war Dresden die Residenz der sächsischen Herzöge, Kurfürsten und später Könige. von Esra Kurtoglu (13.04.2017)

Sehenswürdigkeiten, die Sie nicht verpassen sollten

Die Frauenkirche wurde zwischen 1726 und 1743 erbaut, am 13./14. Februar 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst in den neunziger Jahren durch viele Spenden wieder aufgebaut. Zu den Öffnungszeiten hat man die Möglichkeit, ehrenamtlichen Kirchenführern Fragen zu stellen, auch Audioguides kann man gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Das Sakralbauwerk steht auf dem Neumarkt, der ebenfalls während des Wiederaufbaus der Kirche schrittweise rekonstruiert wurde.
Beeindruckend ist das 101 Meter lange Wandbild, das aus Kacheln des Meissener Porzellan gefertigt wurde.
Im 14. Jahrhundert wurde das Residenzschloss erstmals als Burganlage erwähnt, im 15. Jahrhundert entstand der Schlossbau. Durch einen Brand wurde das Schloss zerstört und im Jahr 1701 durch August den Starken wieder aufgebaut. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges brannte das Schloss mit seinen rund 500 Sälen und Zimmern nieder, wobei die kostbare Ausstattung verloren ging. Erst 1985 erfolgte ein erneuter Wiederaufbau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, um einen Museumskomplex zu schaffen. So findet man dort heute das Kupferstich-Kabinett, das als erstes in das Residenzschloss einzog sowie das Historische Grüne Gewölbe, das Neue Grüne Gewölbe, die Rüstkammer und das Münzkabinett.
Das Wandbild der Fürstenzug zeigt die Herrscher des Hauses Wettin als Reiterzug und führt hinter dem Residenzschloss vom Neumarkt zu Schlossplatz.
Wissen Sie, welches das bekannteste Opernhaus Deutschlands ist? Sie finden es im historischen Stadtkern Dresdens am Theaterplatz: Die Semperoper. Benannt ist die Oper nach ihrem Architekten Gottfried Semper, der sie von 1838 bis 1841 erbaute. Durch einen Luftangriff während des Zweiten Weltkrieges wurde die Semperoper zerstört. Erst 40 Jahre nach der Zerstörung wurde sie nach ihrem langen Wiederaufbau im Februar 1985 feierlich eingeweiht.
Als Wahrzeichen der Stadt gilt der Zwinger Dresdens, der das bedeutendste Bauwerk des Spätbarocks ist. Von 1710 bis 1728 entstand er als Orangerie und Festspielplatz. Heutzutage beherbergt der Zwinger die Porzellansammlung, die Gemäldegalerie Alte Meister und den Mathematisch-Physikalischen Salon. In der Sommerzeit lädt die großzügige Anlage zum Spazierengehen ein.
Seit 1736 befindet sich am Neustädter Markt das Reiterstandbild „Der Goldene Reiter“ des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August des Starken, das aus Kupfer besteht. Er errichtete das Residenzschloss wieder, weshalb man unter anderem ein Reiterstandbild vom ihm schuf.
Ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt ist das Blaue Wunder, das die Loschwitzer Brücke und die Dresdner Villenviertel Loschwitz und Blasewitz seit 1893 miteinander verbindet. Die Brücke stand lange Zeit in der Kritik und man forderte den Abriss, da sich das Konstrukt aus blauem Stahl nicht in das landschaftliche Bild füge. Da Dresden etliche Kriegsschäden davontrug, ist das Blaue Wunder bis heute die Brücke mit der ältesten Bausubstanz Dresdens.

Dresden hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, die Sie alle unmöglich an einem Tag besichtigen können. Nehmen Sie sich also genügend Zeit, um die historische Stadt zu erkunden. Hier finden Sie weitere Informationen über Dresden und einen Besuch.

 

Literaturquellen:

Bildquelle:

  • Bruno Benthien (Hg.): „Reiseführer DDR“. 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990. S. 435 + 438.

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