Aus dem Museum

Die neue Volontärin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stellt sich vor

Ich bin Vanessa Jasmin Lemke und seit Mitte Januar 2018 bin ich die erste Volontärin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DDR Museum. von Vanessa Jasmin Lemke (22.01.2018)

Mein Name ist Vanessa Jasmin Lemke und seit Mitte Januar 2018 bin ich die erste Volontärin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DDR Museum. Ich bin in einem kleinen Ort im heutzutage sogenannten „Speckgürtel“ von Berlin aufgewachsen. Obwohl ich kurz nach der Wiedervereinigung geboren wurde, hatte ich schon immer eine Beziehung zur DDR, in der meine Familie lebte und arbeitete. Als Kind lernte ich bereits Musikgruppen wie City oder die Puhdys kennen. Die Pullover meiner Mutter aus dem Exquisit oder den Schallplattenspieler, der teurer war als das Monatseinkommen einer Lehrerin, habe ich schon in meiner Jugend in mein Zimmer geschleust. 

Nach der Schulzeit studierte ich Anglistik/Amerikanistik und Geschichte an der Universität Potsdam. Obwohl damals für mich klar war, dass ich Sprachwissenschaftlerin werden würde, siegte mein Interesse am Vergangenen. Museen und Geschichtsausstellungen zogen mich immer mehr an, ich schaute Geschichtssendungen im Fernsehen hoch und runter und entdeckte dabei meine Vorliebe für die moderne und Zeitgeschichte. Umso mehr freute ich mich, als ich eine Stelle als Hilfskraft am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) antrat und für gut vier sehr lehrreiche und angenehme Jahre dort blieb. Ich organisierte viele unterschiedliche Veranstaltungen, lektorierte Fachpublikationen, übersetzte Aufsätze sowie Vorträge ins Englische und war redaktionell für das Fachportal H-Soz-Kult tätig. Ein besonderer Höhepunkt war die Zusammenarbeit mit dem Verein moving history, mit dem wir im September 2017 das gleichnamige Festival des historischen Films Potsdam ins Leben riefen.   

In meinem Masterstudium der Public History an der Freien Universität Berlin beschäftigte ich mich zunehmend mit Fragen der Erinnerungskultur und Geschichtsbildern. Neben der Darstellung und Rezeption der DDR und der Bundesrepublik interessierten mich insbesondere die Geschichte Polens, die Beziehung des Landes zu den deutschen Staaten und der Umgang mit der Besatzungsgeschichte während des Zweiten Weltkriegs, worüber ich auch meine Masterarbeit schrieb. Dafür zog es mich oft nach Warschau: Während eines Praktikums am Universitätsmuseum sowie eines Aufenthalts am Deutschen Historischen Institut (DHI) konnte ich vielfältige Recherchen durchführen und eine der spannendsten – und unverständlicherweise unterschätzten – Hauptstädte Europas kennenlernen. 

Meine wissenschaftlichen Interessen, meine Arbeitserfahrungen im ZZF, DHI sowie der vorwärts-Redaktion als auch meine Affinität zu Museen und Ausstellungen führten mich zum DDR Museum. Ich freue mich auf die spannende Zeit!

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