Der Berliner Kurier im DDR Museum

Ein Brief an Erich Honecker

Der große Erfolg des Spendenaufrufs Anfang des Jahres hat das Interesse einiger Zeitungen geweckt. Unter anderem berichtete der Berliner Kurier über besondere Objekte unserer Sammlung und half dabei weitere zu erhalten. von Nina Krasemann (10.07.2017)

Wir können es einfach nicht lassen!

Bereits Anfang des Jahres rief das DDR Museum ehemalige Bürger der DDR dazu auf, ihre Schätze aus vergangener Zeit zu spenden. Besonders gefragt war zu der Zeit des Aufrufs die Schreibmaschine „Erika“, die im Wohnzimmer der Plattenbauwohnung  des Museums ausgestellt ist und täglich von tausenden Fingern berührt und genutzt wird. Daher war es sinnvoll einige Ersatzobjekte in der Hinterhand zu haben. Mehr als 30 Schreibmaschinen fanden ihren Weg in das Depot des DDR Museum. Doch nicht nur sie! Rund 3000 Relikte aus DDR Zeiten wurden als Spenden angeboten. 

Die Zeitung berichtet

Vor einiger Zeit kam nun der Berliner Kurier auf das Museum zu und bat unseren Sammlungsleiter Jörn Kleinhardt um eine Auswahl ganz besonderer Objekte, die sie in einem Artikel gerne vorstellen wollten. Dieser Bitte kam das Team aus der Sammlung natürlich gerne nach und suchte besondere Objekte heraus, die im Rahmen der Spendenaktion eingegangen waren. Besonders deswegen, weil sie entweder eine einzigartige Geschichte erzählen, unheimlich selten, skurril oder einfach nur sehr gut erhalten sind. Sammlungsleiter Jörn Kleinhardt, der sich natürlich sehr über die große Resonanz gefreut hat, berichtet über die Objekte und merkt an, dass  trotz der großen Menge an Spenden der vergangenen Monate, unsere Sammlung natürlich nicht vollständig ist und es vermutlich auch nie sein wird. Auf unserer „Wunschliste“ stehen unter anderem noch Eingaben und Kaffee-Mix Verpackungen. 

Die Telefonleitungen laufen heiß

Nur kurze Zeit nach Erscheinen des Artikels stand das Telefon in unserem Büro nicht mehr still. Leser und Leserinnen hatten ihre Schränke durchsucht und tatsächlich etliche Eingaben jeder Art und Weise gefunden. Diese wollen sie nun dem DDR Museum zur Verfügung stellen. So erreichte uns zum Beispiel eine Sammlung von Eingaben, die neben Briefwechseln mit verschiedenen Betrieben auch einen Brief an Erich Honecker persönlich enthält. In diesem Brief beschreibt der Verfasser seine Wünsche an den Staat nach dem 11. Parteitag der SED. Er wünsche sich, dass das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern vertrauensvoller werde. 

Neben den zahlreichen Dokumenten erhielten wir auch eine sehr gut erhaltene Verpackung der Kaffeesorte Kaffee-Mix, die sogar noch verschlossen ist. Alle Objekte werden nun im Depot des Museum aufbewahrt und für die Nachwelt erhalten.


Wenn Sie zu Hause noch Schätze aus der DDR Zeit haben, von denen Sie sich trennen möchten, scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren. Telefonisch erreichen Sie uns unter 030/847123735 oder schicken Sie uns eine E-Mail an: sammlung@ddr-museum.de

Wir freuen uns darauf von Ihnen zu hören!

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