Musikgeschichte

Jenseits des Rennsteigs – der Volksmusiker Herbert Roth

In unserem heutigen Blogbeitrag zur Musikgeschichte geht es um Herbert Roth, der aus der volkstümlichen Musik der DDR nicht weg zu denken war. von Sören Marotz (25.04.2017)

Herbert Roth – der "Vater der Volksmusik" in der DDR – war der bekannteste Komponist volkstümlicher Lieder im heutigen Thüringen. Seine Karriere begann, als die Instrumentalgruppe "Suhler Volksmusik" am 15. April 1951 in der Gaststätte "Goldener Hirsch" als Zugabe das Rennsteiglied uraufführte. Neben der "Hymne des Thüringer Waldes", dem Rennsteiglied, erlangten viele andere Titel wie z. B. "Kleines Haus am Wald" oder "So klingt 's in den Bergen" einen hohen Bekanntheitsgrad.

Für Herbert Roth war die landschaftliche Schönheit der Berge rund um seine Heimatstadt Suhl Inspiration. 18 Singles, 10 Langspielplatten sowie Fernsehfilme und Filme der DEFA runden diese erfolgreiche Bilanz seines 32 Jahre währenden Schaffens ab. Über 1,4 Millionen Buskilometer hatte Herbert Roth mit seinem Ensemble in dieser Zeit zurückgelegt. Seine Bescheidenheit, Menschlichkeit und Heimatliebe behielt er sich bei, sie bleiben unvergessen. Bis zu seinem frühen Tod 1983 schuf er rund 330 Kompositionen, die durch Funk und Fernsehen bis nach Übersee ihre Liebhaber fanden.

Gestaltete Texte, Bilder und persönliche Gegenstände erinnern in einer Herbert-Roth-Ausstellung in Suhl-Vesser an seine Leistungen und machen auf die Weiterführung seines Erbes aufmerksam. Die Stadt Suhl veröffentlichte aus Anlass des 90. Geburtstages von Herbert Roth 2016 ein Heft der „Kleinen Suhler Reihe“ zu seinem Leben und Wirken. Es ist in der Adler-Apotheke in Suhl zu erwerben.

Wir danken für die freundliche Unterstützung durch die Stadtverwaltung Suhl.

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