Veranstaltung

Eröffnung der neuen Sonderausstellung zum Thema „Unsre Heimat“

Am vergangenen Dienstag haben wir mit einer Lesung mit Christoph Dieckmann unsere neue Sonderausstellung „Unsre Heimat – Ein Lied in 49 Objekten“ eröffnet. von Praktikant (13.04.2017)

Am vergangenen Dienstag haben wir mit einer Lesung mit Christoph Dieckmann unsere neue Sonderausstellung „Unsre Heimat – Ein Lied in 49 Objekten“ eröffnet.

Zunächst begrüßte unser Ausstellungsleiter, Sören Marotz, die Gäste und stellte die Grundidee der Ausstellung vor. Heimat, führte er aus, ist ein vielschichtiges und komplexes Thema und jeder hat seine eigene Vorstellung. Heimat ist nicht nur eine Frage des Ortes oder der Herkunft, sondern auch, wo man Freunde und mentale Wurzeln hat. Insofern war es eine große Herausforderung, zu diesem Thema eine Sonderausstellung zu gestalten. Das Team der Gestalter, Sören Marotz, Elke Sieber und Stefan Wolle, versuchten anhand des Pionierliedes „Unsre Heimat“ zu zeigen, was Heimat in der DDR bedeutete. Da es nicht möglich ist, alle Aspekte der Heimat gleichzeitig zu zeigen, dienen die Schlüsselbegriffe des Liedes als Leitlinie, von der Heimatliebe zu ihrer Verteidigung mit der Waffe in der Hand. Auch wenn sich die Exponate auf das Leben in der DDR beziehen, stellen sie auch eine allgemeinere Frage: Was ist Heimat?

Der Gast des Abends, Christoph Dieckmann, ist als Kolumnist der „Zeit“ und als Buchautor bekannt. Wie kaum ein anderer Autor versteht er es, ganz persönliche Erinnerungen nicht nur poetisch und lebensnah zu formulieren, sondern auch mit den Zeitumständen zu verknüpfen. Er las aus seinem bereits 2004 erschienen Buch „Freiheit, die ich meine“, in der auch das Lied „Unsre Heimat“ erwähnt wird. Auf Wunsch des Publikums las er schließlich noch einen Abschnitt aus seinem jüngst, ebenfalls bei Ch. Links, erschienen Buch „Mein Abendland“.  Bei den in der DDR aufgewachsenen Zuhörern wurden viele Erinnerungen wach. Den später oder in außerhalb der DDR geborenen Teilnehmern, half die Lesung sicherlich, ein genaueres Bild vom Leben im damaligen Ostdeutschland zu gewinnen.

Nach einer kurzen Pause, sind wir alle in das Museum gegangen, um die Sonderausstellung selbst anzuschauen. Die Exponate wurden detaillierter vorgestellt und danach folgte eine entspannte und persönliche Diskussion, die einen schönen Abschluss des Abends darstellte. 

Als Praktikantin, die in den 90er Jahren in England geboren wurde, hat die Lesung mir geholfen, eine bessere Vorstellung von der Atmosphäre und den Lebensbedingungen in der DDR zu bekommen. Mir wurde warm ums Herz, als ich die Begeisterung der Besucher und das Endergebnis gesehen habe. Es war für mich eine interessante Erfahrung, an der Vorbereitung und Gestaltung der Ausstellung mitzuarbeiten. 

Wir bedanken uns bei Christoph Dieckmann und allen Gästen und laden zu unserer nächsten Sonderausstellung zum Thema „Utopie“ ein. Diese wird voraussichtlich am 18. Juli 2017 eröffnet.

 

Text: Julia van Duijvenvoorde

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