Du kannst den Farbfilm vergessen – die Beirette SL100

Neulich hatte ich schon über den Titel „Du hast den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen als Song des Monats gebloggt. Was noch fehlt, ist ein Fotoapparat dazu. Da man ja immer klein anfangen soll, dachte ich mir: Wie wäre es mit der Beirette SL100? Einen (teuren) Farbfilm konnte man hier aber schon deshalb getrost vergessen, weil die Bildqualität insgesamt eher mäßiger Natur war. Mir ist die Kamera noch gut in Erinnerung, weil ich mit ihr meine ersten Fotos gemacht hatte. Das war im Ferienlager in Polen Mitte der 80er Jahre. Falls sich jetzt jemand wundert: Ja, Polen war seit Solidarnosc „dicht", Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
von Sören Marotz (09.10.2013)

Neulich hatte ich schon über den Titel „Du hast den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen als Song des Monats gebloggt. Was noch fehlt, ist ein Fotoapparat dazu. Da man ja immer klein anfangen soll, dachte ich mir: Wie wäre es mit der Beirette SL100? Einen (teuren) Farbfilm konnte man hier aber schon deshalb getrost vergessen, weil die Bildqualität insgesamt eher mäßiger Natur war. Mir ist die Kamera noch gut in Erinnerung, weil ich mit ihr meine ersten Fotos gemacht hatte. Das war im Ferienlager in Polen Mitte der 80er Jahre. Falls sich jetzt jemand wundert: Ja, Polen war seit Solidarnosc „dicht", Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.

Zurück zur Beirette. Sie war eine einfache Kunststoffkamera für ORWO SL-Filmkassetten, wurde 1972 von Karl Pouva und Hanns Rühle entwickelt und auf der Produktionslinie des späteren „VEB Kamerafabrik Freital" hergestellt (vormals Freitaler Kameraindustrie Beier & Co.). Gedacht war sie für Anfänger, was bei dem geringen Preis von nur ca. 25 Mark der DDR den Einstieg auch sehr einfach machte. 1987 wurde die farbig aufgepeppt und kam als Beirette SL100N auf den Markt. Unsere Kamera stammt von 1979, fünf Jahre nachdem der Micha in Nina Hagens Lied den Farbfilm vergessen hatte.

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