Ausstellungseröffnung

Friedensstaat DDR – Anspruch und Wirklichkeit

Der gestrige Abend im DDR Museum und im dazugehörigen Veranstaltungsraum stand ganz unter dem Motto „Frieden“.Anlass war die Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung „Friedensstaat DDR – Anspruch und Wirklichkeit“. Sie ist Teil einer Serie, die mit den Ausstellungen „Unsre Heimat“ und „Aufbruch nach Utopia - Zukunftsvisionen aus der DDR“ begann und schließlich mit „Liebe, Sex und Sozialismus“ im März kommenden Jahres enden wird. von Janine Henschel (29.11.2017)

Heimat, Utopie und Sex

Die Sonderausstellung ist Teil einer Serie, die mit den Ausstellungen „Unsre Heimat“ und „Aufbruch nach Utopia - Zukunftsvisionen aus der DDR“ begann und schließlich mit „Liebe, Sex und Sozialismus“ im März kommenden Jahres enden wird. Gleich zu Beginn sprach der Ausstellungsleiter Sören Marotz in Besucherzentrum einige einleitende Worte und ermöglichte dem Publikum bereits mit Beispielbildern einen kleinen Einblick in die neu gestalteten Vitrinen.

Der Vortrag

„Berlin-Stadt des Friedens“ prangt seit 1987 zusammen mit einer Friedenstaube an einer Häuserwand im Nikolaiviertel. Doch was bedeutete Frieden in einer Diktatur? Wie handelten Friedensbewegungen in der DDR? Welche Rolle spielte die Kirche?  Was war machbar, ohne dass man direkt verhaftet wurde? Auf all diese Fragen hatte der damalige Friedensaktivist und Politiker Stephan Hilsberg detaillierte Antworten. In seinem Vortrag erzählt er von der Struktur, den Visionen und Zielen der damaligen Friedensgruppen, die er selbst nur zu gut kannte und die letztendlich den Grundstein für die Friedliche Revolution legten.

Die Ausstellungseröffnung

Nachdem die Gäste den Worten Hilsbergs gespannt gelauscht hatten, führte der Weg direkt in das Museumsgebäude, wo die Sonderausstellung „Friedensstaat DDR – Anspruch und Wirklichkeit“ eröffnet und die Fragen der Gäste beantwortet wurden.

Die Sonderausstellung zeigt in 26 kleinen Vitrinen Exponate aus dem Bereich des Militärwesens, des Warschauer Paktes, der Wehrerziehung sowie der offiziellen Friedensrhetorik und Friedenssymbolik. Auf der anderen Seite thematisiert die Ausstellung die Friedensbewegung. Zu sehen ist u.a. eine Panzerfaust als Beispiel für die einheitliche Bewaffnung der Armeen des Warschauer Vertrages, eine stilisierte Panzerparade aus Spielzeug- und Modellpanzern, ein Weihnachtsteller von 1950 mit Friedenssymbolen und Winkelemente mit der Friedenstaube, aber auch ein Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ sowie eine der Schärpen von 1989 mit der Aufschrift „Keine Gewalt“.

Die Sonderausstellung kann noch bis zum 18.3.2018 besucht werden – der Eintritt ist frei.

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