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Aktuelle Veranstaltungen des DDR Museum

23. März 2010, 19 Uhr

Endstation Grenze – Bahnhof Friedrichstraße Berlin 1986

Bildvortrag über den Bahnhof Friedrichstraße im Jahr 1986
Endstation Grenze – Bahnhof Friedrichstraße Berlin 1986
Im Sommer 1986 nahm der Westberliner Student Michael Magercord verbotenerweise im S- und U-Bahnhof Friedrichstraße eine Serie von über 100 Fotografien auf, die den alltäglichen Betrieb im damaligen Grenzbahnhof festhielten. Mit einer Minox-Kamera, die in einer Zigarettenschachtel versteckt war, gelangen ihm einmalige Aufnahmen vom Niemandsland im und um den Bahnhof in Berlins Mitte. 24 Jahre später sind diese Bilder zum ersten Mal in dem Bildband »Endstation Grenze« der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der Journalist Michael Magercord stellt seinen Fotoband vor und zeigt teilweise bis heute unveröffentlichte Bilder vom Grenzbahnhof zwischen den Welten.
Es sprechen:
Michael Magercord, Journalist, Berlin
Datum: 23. März 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
08. April 2010, 19 Uhr

Er rührte an den Schlaf der Welt. Ernst Busch

Buchvorstellung mit dem Historiker Jochen Voit zum 30. Todestag Ernst Buschs
Er rührte an den Schlaf der Welt. Ernst Busch
Ernst Busch war in den zwanziger Jahren ein Bühnen- und Filmstar. Seine Konzerte, Rundfunkauftritte und vor allem die Platten haben die Musik von Paul Dessau, Kurt Weill und Hanns Eisler populär gemacht. Im Sommer 1946 gründete Busch die erste und einzige Schallplattenfirma der DDR mit den Labels Amiga und Eterna. Er geriet als ”Monopolkapitalist” in Konflikt mit der SED und feierte als Brecht-Schauspieler an Berliner Theatern Triumphe. Busch produzierte mehr als 800 Tonträger, seine Lieder und Balladen sind eine Chronik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In der Sowjetunion galt er als größter Deutscher neben Heine, Marx und Goethe, seine Songs, von Antiatomkraftgegnern auf den Barrikaden in Brokdorf gesungen, haben die Band TonSteineScherben wie den Liedermacher Gerhard Gundermann beeinflusst. Der Historiker Jochen Voit, der auch Führungsreferent im DDR Museum ist, hat eine packende Biographie geschrieben, die er im DDR Museum vorstellt.
In Zusammenarbeit mit dem Aufbau Verlag!
Es liest:
Jochen Voit, Historiker, Berlin
Datum: 08. April 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
22. April 2010, 19 Uhr

Gas aus dem Osten

Vortrag über sowjetisches Erdgas
Gas aus dem Osten
Mitten in der politischen Eiszeit des Kalten Krieges bahnte sich Ende der 60er-Jahre ein Ost-West-Dreiecksgeschäft an. Westeuropa und die DDR sollten mit Erdgas aus Sibirien versorgt werden. Aus der Bundesrepublik erhielt die Sowjetunion Großrohre und Milliardenkredite, aus der DDR Baubrigaden und Maschinen. Als die Leitungen nach West-Berlin verlegt wurden, öffnete sich für einige Tage sogar ein Stückchen Mauer. Das Erdgas aus dem Osten sollte für eine dauerhafte Erwärmung des unterkühlten politischen Klimas sorgen.
Es sprechen:
Rainer Karlsch, Wirtschaftshistoriker, Berlin
Datum: 22. April 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
06. Mai 2010, 19 Uhr

Von Sättigungsbeilage und Wunschkindpille

Buchpremiere »DDR-Deutsch« mit dem Autor Jan Eik
Von Sättigungsbeilage und Wunschkindpille
Jahresendflügelfigur, Petschaft, Broiler, Sättigungsbeilage, Nasszelle, Erdmöbel – viele Begriffe und vor allem Abkürzungen werden heute der DDR zugeschrieben. Welche davon sind wirklich DDR-Erfindungen? Was ist ein Diversant oder ein Neuerer? Und wie heißt der Schallplattenunterhalter eigentlich heute? Von der Entwicklung der DDR-Sprache über ihre Bedeutung für die Menschen, die sie verwendeten, bis zur Differenzierung zwischen dem offiziellen Parteijargon und der wirklichen Alltagssprache – in seinem neuen Buch führt Jan Eik alle interessanten Aspekte dieser untergegangenen Sprache dem Leser ebenso kurzweilig wie kompetent vor. »DDR-Deutsch« erinnert mit kritischem Kopf, doch ohne erhobenen Zeigefinger an die verschwundene Sprache eines untergegangenen Staates.
In Kooperation mit dem Jaron Verlag.
Es lesen:
Jan Eik, Autor, Berlin
Datum: 06. Mai 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
18. Mai 2010, 19 Uhr

Zensiert, verschwiegen, vergessen

Buchvorstellung mit der Autorin Ines Geipel und Schauspielstudenten
Zensiert, verschwiegen, vergessen
Die Texte dieser Autorinnen blieben ungedruckt. Sie passten nicht in das Schema des sozialistischen Realismus. Die Schriftstellerinnen wurden verfemt, verfolgt und teilweise eingesperrt. Ines Geipel begab sich in den Archiven auf Spurensuche und hat erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert. In zwölf Porträts vergessener Schriftstellerinnen aus der DDR öffnet sie den Zugang zu einer bisher unbekannte literarische Welt. Ines Geipel war in der DDR Leistungssportlerin und wurde zum Doping gezwungen, heute ist sie Schriftstellerin und Professorin an der Schauspielschule »Ernst Busch«. Zwei ihrer Studenten tragen die Texte vor.
Es lesen:
Ines Geipel, Schriftstellerin, Berlin
S udenten der Schauspielschule »Ernst Busch«
Datum: 18. Mai 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
08. Juni 2010, 19 Uhr

Duell mit der Stasi

Ein Zeitzeugenbericht mit Dokumenten
Duell mit der Stasi
Berlin 1953. Die Front des Kalten Krieges geht quer durch die Stadt. Der Student Hans-Eberhard Zahn gerät im Ostsektor zufällig in die Hände der Stasi. Er hat einen Aktenkoffer voller Geld und eine lange Namensliste bei sich. Die Stasi ist davon überzeugt, einen Topagenten der Briten geschnappt zu haben. Sie will ihn umdrehen und in der Zentrale des britischen Geheimdienstes platzieren. Dafür aber braucht sie einen Faustpfand, der den neuen Agenten erpressbar macht. Nach tage- und nächtelangen Verhören entwickelt der Untersuchungsgefangene einen verzweifelten Plan … Hans-Eberhard Zahn erzählt im DDR Museum seine Geschichte und lüftet das Geheimnis um den Aktenkoffer voller Geld, seinen Plan und seine lange Haft.
Auch gut geeignet für Schüler und junge Erwachsene!
Es spricht:
Hans-Eberhard Zahn, Zeitzeuge, Berlin
Datum: 08. Juni 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
15. Juni 2010, 19 Uhr

»Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat«

Heftvorstellung von »Horch & Guck« mit Podiumsdiskussion
»Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat«
Knapp zwanzig Jahre nach den ersten Strafverfahren gegen DDR-Systemträger ist es an der Zeit nachzufragen, welche Möglichkeiten der Rechtsstaat bei der Bewältigung politisch bedingten Unrechts tatsächlich hatte. Wie wirkten und wirken sich die Ergebnisse strafrechtlicher Verfahren, aber auch die Rechtssprechung in Fragen der Rehabilitierung und Entschädigung in der Gesellschaft aus? Wie ist das Verhältnis von Rechtsstaat und Gerechtigkeit? Hat Bärbel Bohley mit der oben zitierten Skepsis gegenüber dem Rechtsstaat Recht behalten?
Es diskutieren:
A toren des Heftes
Datum: 15. Juni 2010
Zeit: 19 Uhr
Ort: Besucherzentrum
Eintritt: kostenlos

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.