Kleiner Bruder, großer Bruder – Die DDR und die Sowjetunion

Berlin, 6. Oktober 2023 – Die neue Sonderausstellung im DDR Museum, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Berlin-Karlshorst entstand, widmet sich den Einflüssen und Abhängigkeiten zwischen der DDR und der Sowjetunion.

Ohne die Sowjetunion hätte es die DDR nicht gegeben. Der Sieg der Roten Armee bedeutete 1945 die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und gleichzeitig die Errichtung der sowjetischen Vorherrschaft über Osteuropa und Ostdeutschland. In den folgenden vier Jahrzehnten prägte die Sowjetunion die DDR politisch, wirtschaftlich, militärisch und kulturell. Umgekehrt war die DDR auch für die Sowjetunion wichtig – als militärischer Vorposten gegen den Westen, als Handelspartner und als »Schaufenster des Sozialismus« in der Zeit der globalen Systemkonkurrenz.

Für die Bevölkerung der DDR gingen von der Sowjetunion widerstreitende Impulse aus. Die UdSSR war und blieb die Vormacht. Es war immer klar, wer der große und wer der kleine Bruder war. Gerade deswegen wurden die Veränderungen dort aufmerksam wahrgenommen, nicht zuletzt die wiederkehrenden Tauwetterperioden, deren letzte unter den Schlagworten Perestroika und Glasnost den Weg für die Friedliche Revolution und die Vereinigung Deutschlands freimachte.

Die Sonderausstellung im DDR Museum beleuchtet diese Zusammenhänge anhand von zwölf Themenbereichen, die Abhängigkeiten und Einflussnahmen, aber auch Freundschaft und Verbundenheit zwischen der DDR und der Sowjetunion erklären.

 

Rahmendaten der Sonderausstellung:

·       Titel: »Kleiner Bruder, großer Bruder – Die DDR und die Sowjetunion«

·       Eröffnung: Mi., 25. Oktober 2023 um 18 Uhr

·       Laufzeit: 26.10.2023–31.03.2024

 

Kontakt

Simone Uthleb, Pressesprecherin, unter 030 847123747 oder presse@ddr-museum.de