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Leben in der DDR - Alltag in der DDR

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Stefan Wolle
Wissenschaftlicher Leiter
T: 030 - 847 123 74 - 3
F: 030 - 847 123 73 - 9

stefan.wolle@ddr-museum.de

Leben in der DDR - Alltag in der DDRLeben in der DDR - Alltag in der DDRLeben in der DDR - Alltag in der DDR

Mauer und Stacheldraht schirmten die DDR von der Außenwelt ab, im Inneren wachte die Staatssicherheit. Wie aber sah das Leben im Sozialismus, der Alltag in der DDR aus? Bestand es nur aus Spreewaldgurken, FKK und Plattenbauten? Oder aus Vollbeschäftigung und Schlangestehen?

Das Urteil der Historiker steht fest und ist im Kern wohl auch nicht revisionsbedürftig. Die DDR war ein Satellitenstaat von Moskaus Gnaden. Der Sicherheitsapparat war die eiserne Klammer, die das System zusammenhielt. Die Planwirtschaft erwies sich gegenüber der Marktwirtschaft als hoffnungslos unterlegen. Die großzügigen Sozialleistungen waren auf Dauer nicht finanzierbar und trugen nicht unwesentlich zum Kollaps der Wirtschaft bei. Das SED-System wurde 1989 von einer demokratischen Massenbewegung beseitigt. Die Wiedervereinigung entsprach dem Willen einer sehr großen Mehrheit der Bürger.

"Alltag in der DDR" war das Leben von Millionen Menschen

Damit könnte man die Akte DDR schließen. Dennoch bleibt ein schwer erklärbarer Rest. Die DDR war mehr als ein Kunstprodukt aus Ideologie und Macht - sie war das Leben von Millionen Menschen. Sie wuchsen in diesem Land auf, durchliefen die Bildungseinrichtungen, dienten in den »bewaffneten Organen«, arbeiteten, gründeten Familien, richteten ihre Wohnungen ein, zogen Kinder groß. Man konnte glücklich leben in der DDR. Die Politik und die Ideologie schienen manchmal unendlich weit weg zu sein.

Doch das Leben unter den Bedingungen des allgemeinen Mangels war keineswegs eine Idylle, sondern eine ständige Jagd nach knappen Gütern. Die Menschen wurden auf ihre Weise damit fertig. Der Tauschhandel, die Feierabendarbeit, der Schwarzhandel blühten. Viele zogen sich ins Privatleben zurück. Die Datsche wurde zum Symbol des DDR-Lebens. Gelebtes lebendig vermitteln, das steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Ca. 16 Millionen Menschen lebten in der DDR. Kein Leben war wie das andere und doch gab es bestimmte Strukturen, mit denen sich die meisten DDR-Bürger arrangieren mussten.

Das DDR Museum zeigt den "Alltag in der DDR" zum Anfassen

Alltag ist gelebte Geschichte - nachvollziehbar nur, wenn auch Sie als Besucher den Alltag in der DDR erleben. Genau dies ermöglicht die Dauerausstellung des DDR Museum: Anfassen erlaubt! Den Trabi können Sie starten, die Küche durchstöbern oder in authentischen DDR-Kinosesseln Dokumentationen auf sich wirken lassen! Zahlreiche Stationen laden ein, Themen spielerisch und einprägsam zu erfassen. Der Stasibereich fordert zur Selbst-Erfahrung auf - und zeigt Täter- und Opferperspektive.