Berlin, 10. März 2026 – Mit dem Ende der DDR verloren auch deren Symbole ihre Gültigkeit. Bereits in den Wochen und Monaten vor dem 3. Oktober 1990 hatte sich der öffentliche Raum sichtbar verändert. Zeichen der SED-Herrschaft wurden entfernt, vieles landete im Sperrmüllcontainer oder auf Flohmärkten – und gelangte später über Umwege in Museumssammlungen.
Doch nicht alles verschwand spurlos. Nach 1990 entbrannten intensive Debatten um Straßennamen, Denkmäler und Bauwerke. Heute sind Relikte der DDR als Identitätsanker wieder präsent – vor Ort ebenso wie im Museum. Was verrät der Umgang mit den Symbolen des vergangenen Staates über unsere Erinnerungskultur?
Fakten
Rahmendaten zur Sonderausstellung:
- Titel: »Ein Land im Container – Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole«
- Eröffnung: Mi., 25. März 2026, 18 Uhr im Konferenzraum des DDR Museum
- Laufzeit: 25. März 2026 – 15. November 2026
- Ort: DDR Museum, Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin
Exponate für die Presse
- Dieter Bankert, einer der Architekten des Palastes der Republik, sicherte dieses originale Korn aus dem Ährenkranz des Staatswappens am Palast der Republik als persönliches Erinnerungsstück.
- Zum 1. Mai und auch zum Republikgeburtstag am 7. Oktober war es ein ungeschriebenes Gesetz, DDR-Fahnen vor die Fenster zu hängen. Im Zuge der Wiedervereinigung wurden sie überflüssig und landeten oft bündelweise im Müll.
- Im Straßenbild der DDR dominierten sozialistische Vorbilder. Nach 1990 erschien dies vielerorts nicht mehr zeitgemäß und besonders in Städten kam es zu einer Umbenennungswelle von Straßen.
Kontakt
Simone Uthleb, Pressesprecherin, unter +49 30 847 123 7-47 oder presse@ddr-museum.de