Berlin, 24. September 2026 – Berlin lebt von seiner Geschichte. Doch die Besonderheit der jahrzehntelang geteilten Stadt ist im heutigen Stadtbild für Besucher*innen längst nicht überall sichtbar. Das DDR Museum möchte das ändern und veröffentlicht zum Tag der Deutschen Einheit gemeinsam mit Berta Heide von »walk this way« eine englischsprachige DDR Berlin Map. Sie führt auf drei Spaziergängen zu bekannten und weniger bekannten Orten der DDR-Geschichte und ist ab dem 3. Oktober kostenfrei im Shop des DDR Museum erhältlich.
Mit der neuen Karte möchten das DDR Museum und Berta Heide zugleich einen Impuls für den Berlin-Tourismus setzen. Angesichts rückläufiger Besucher*innenzahlen und der schwierigen Situation vieler touristischer Unternehmen muss aus Sicht der Initiator*innen mehr dafür getan werden, die Attraktivität Berlins als Reiseziel zu stärken. Dazu gehört auch, die einzigartigen Geschichten der Stadt besser sichtbar zu machen und Gäste gezielt zu Orten abseits der klassischen Touristenpfade zu führen.
Keine Metropole weltweit kann eine vergleichbare Geschichte erzählen: Es existierten in Berlin über Jahrzehnte zwei politische und gesellschaftliche Systeme unmittelbar nebeneinander. Die Spuren dieser Teilung sind bis heute vorhanden, doch sie werden im Stadtraum bislang zu selten vermittelt und dem internationalen Publikum zugänglich gemacht.
Die englischsprachige DDR Berlin Map ist eine Sammlung von Sehenswürdigkeiten, Museen, Cafés und historischen Orten. Drei vorgeschlagene Spaziergänge ermöglichen den Ostteil der Stadt selbstständig zu erkunden und dabei unterschiedliche Facetten der DDR-Geschichte kennenzulernen:
I. WALK: KARL-MARX-ALLEE: ein Spaziergang entlang der sozialistischen Prachtstraße mit DDR-Architektur, Kult-Cafés und dem Kino International.
II. WALK: BERLIN & GDR: auf den Spuren der deutschen Teilung und der politischen Geschichte der DDR, vom ehemaligen Grenzgebiet bis zu historischen Institutionen.
III. WALK: GDR EVERYDAY LIFE IN THE CAPITAL: eine Reise durch den Alltag Ost-Berlins mit Wohnkultur, Freizeit, Gastronomie und Orten, die vom täglichen Leben in der Hauptstadt der DDR erzählen.
Dabei geht es nicht nur um große historische Ereignisse, sondern vor allem um Orte, an denen Geschichte im heutigen Berlin erfahrbar sind. Besucher*innen können in einem originalen Trabant Platz nehmen, ein Eis in der legendären Mokka-Milch-Eisbar genießen oder bei Konnopke's Imbiss eine Currywurst probieren und auf diese Weise entdecken, wie sich Alltag, Architektur, Konsum und Freizeit in der DDR bis heute im Stadtbild widerspiegeln.
Mit der DDR Berlin Map wird das DDR Museum mehr als einen weiteren Stadtführer anbieten. Das Projekt versteht sich als konkreter Beitrag zur touristischen Attraktivität Berlins. Gerade in einer Zeit, in der touristische Unternehmen unter rückläufigen Besucher*innenzahlen leiden, braucht die Hauptstadt neue Angebote, die ihre besonderen Geschichten vermitteln, Gäste länger in der Stadt halten und Besucher*innenströme auch in weniger bekannte Quartiere und zu kleineren touristischen Angeboten führen.
Das DDR Museum sieht insbesondere bei der Geschichte der deutschen Teilung noch ungenutztes Potenzial. Historische Orte, Architektur, Gastronomie und Alltagskultur könnten stärker miteinander verbunden und als charakteristischer Bestandteil Berlins vermittelt werden.
Die DDR Berlin Map setzt genau dort an: Sie macht Geschichte im Stadtraum auffindbar und lädt Gäste dazu ein, Berlin nicht nur zu besichtigen, sondern die einst geteilte Stadt Schritt für Schritt zu verstehen.
Die englischsprachige DDR Berlin Map ist ab dem 3. Oktober 2026 kostenfrei im Shop des DDR Museum erhältlich.
Der Tag der Deutschen Einheit bietet zugleich einen besonderen Anlass für einen Besuch: Das DDR Museum vermittelt wissenschaftlich fundiert und anschaulich den Alltag und die Geschichte der DDR und macht erfahrbar, was es bedeutete, in einem sozialistischen Staat und in einer geteilten Stadt zu leben.
Interviewpartner*innen
Berta Heide
walk this way
Gordon von Godin
Direktor DDR Museum
2. Vorsitzender INTOURA e.V. Berlin
Interviewanfragen können an presse@ddr-museum.de gerichtet werden.