Ruinen schaffen ohne Waffen

Der Verfall der Altstädte der DDR war in den 1980er-Jahren
ein sichtbares Zeichen für den Niedergang der gesamten Gesellschaft. Die marode Bausubstanz, zunehmende Leerstände und großflächige Abrisse von historischer Bebauung zugunsten einer zentralistisch gesteuerten Errichtung von uniformen Plattenbauten wurden in den betroffenen Städten teilweise sehr kontrovers diskutiert. Es regte sich Widerstand gegen diese Art brachialer Stadtzerstörung sowohl von Seiten der Fachleute in den staatlichen Institutionen als auch der Stadtbevölkerung. Unabhängige Gruppen, die im Schutzraum der Kirche arbeiteten, bemühten sich ebenfalls um die Rettung von historischen Bauwerken.

Vortrag:

Julia Wigger, Historikerin IRS, Erkner

Dr. Andreas Butter, Architekturhistoriker IRS, Erkner

Es moderiert:

Sören Marotz, Ausstellungsleiter DDR Museum, Berlin

03. September 2019, 18 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

Der Eintritt ist frei.

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