Markus Meckel

Es gehörte schon ein Stück Mut und Selbstbewusstsein dazu, am 7. Oktober 1989 gemeinsam mit einem kleinen Häuflein von Gleichgesinnten vor die Öffentlichkeit zu treten und zu verkünden, man hätte die Sozialdemokratische Partei in der DDR gegründet. Im Unterschied zu anderen Bewegungen forderte sie nicht den Dialog mit der SED-Herrschaft, sondern freie Wahlen. Es folgten turbulente Monate, die Markus Meckel an die Spitze des Außenministeriums der DDR brachten. Er verhandelte das Zwei-plus-Vier-Abkommen und war damit an der Überwindung der Teilung Deutschlands beteiligt. Dann wurde die Aufarbeitung der SED-Diktatur sein Hauptbetätigungsfeld. So blieb er streitbar und selbstbewusst mitten im Getümmel der Politik.

Im Gespräch: 

Markus Meckel, Außenminister der DDR a.D., Berlin

Dr. Christian Booß, Historiker, Berlin

09. April 2019, 18 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

Der Eintritt ist frei.

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