Liebe, Sex und Sozialismus

Liebe ist die persönlichste Sache der Welt. Doch auf keinem Gebiet des Alltagslebens waren die Unterschiede zwischen Ost und West so deutlich. Die Sonderausstellung widmet sich den Geschlechterbeziehungen, der ersten Liebe, der FKK-Kultur sowie der Homosexualität. Die Liebe im weitesten Sinne, also auch die Freiheitsliebe oder die Liebe zu Gott führten zu alternativen Lebensentwürfen. Doch die SED war wie eine eifersüchtige Geliebte. Sie duldete keine offene Beziehung. Die Liebe zur Partei, die Treue zur Arbeiterklasse und die Hingabe zum Sozialismus gehörten zu einer Sprache, die durchaus kein Liebesgeflüster war. Als Stasi-Chef Erich Mielke im November 1989 in der Volkskammer erstmals auf Widerspruch stieß, stammelte er: „Ich liebe doch alle ... alle Menschen.“ Das Grausige daran war, dass es glaubhaft war. Das Improvisationstheater „Theater ohne Probe“ zeigt zur Eröffnung der Sonderausstellung ein „Liebesspiel“, in dem alles gesagt wird und dennoch alles offen bleibt.

Einleitung:
Sören Marotz, Ausstellungsleiter DDR Museum, Berlin
Es spielen:
Thomas Jäkel und weitere Mitglieder des Theaters ohne Probe

27. März 2018, 19 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

Der Eintritt ist frei.

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