Friedensstaat DDR

An einer Häuserwand im Nikolaiviertel prangt seit 1987 eine Friedenstaube und die Inschrift "Berlin - Stadt des Friedens". Dieser vom sowjetisch gelenkten Weltfriedensrat verliehene Titel hätte damals angesichts von Stacheldraht und Todesstreifen befremden können – tat es aber nicht. Wurde doch nach offizieller Lesart am 13. August 1961 durch den Mauerbau der Frieden gerettet. Der "erste Friedensstaat auf deutschem Boden" war bis an die Zähne bewaffnet. Gerade deshalb reagierte das SED-Regime nervös, als sich unter dem Symbol "Schwerter zu Pflugscharen" die unabhängige Friedensbewegung formierte. Die Friedensgruppen wurden zur Keimzelle der Bewegung, die zur Friedlichen Revolution führte und der Inschrift an der Wand einen neuen Sinn gab. Die Sonderausstellung im Foyer widmet sich dieser Thematik.

Es referiert:
Stephan Hilsberg, Publizist, Berlin

Es führt durch die Sonderausstellung:
Sören Marotz, Ausstellungsleiter DDR Museum, Berlin

28. November 2017, 19 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

Der Eintritt ist frei.

Laufzeit der Sonderausstellung:
29.11.2017 bis 18.03.2018

Tickets ohne Warteschlange ab € 8,50   Jetzt kaufen »