Die braune Saat

Die DDR bezeichnete sich stolz als antifaschistischer Staat. Doch wie sah die Realität aus? Harry Waibel entwirft in seinem 2017 erschienenen Buch »Die Braune Saat« ein gänzlich anderes Bild. Er kommt bis 1989 auf etwa 7.000 rechtsradikale Vorfälle. Dazu gehörten Angriffe auf afrikanische, vietnamesische und kubanische Vertragsarbeiter*innen, aber auch 900 antisemitische Übergriffe. Bernd Wagner, bis 1989 Mitarbeiter im Innenministerium der DDR, hat nach der Wende maßgebliche Studien zum Rechtsradikalismus erarbeitet. Die Frage steht im Raum, ob die Wurzeln des Rechtspopulismus in Ostdeutschland bis in die DDR- Gesellschaft zurückreichen.

Im Gespräch

Dr. Harry Waibel, Historiker, Berlin

Dr. Bernd Wagner, Kriminalist, Berlin

Dr. Stefan Wolle, Wissenschaftlicher Leiter DDR Museum, Berlin

5. Februar 2020, 18 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

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Der Eintritt ist frei.

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