Das Tagebuch des Kollektivs

Brigadetagebücher wurden in der DDR von vielen Arbeitskollektiven mit Liebe und Sorgfalt geführt. Viele dieser Aufzeichnungen landeten nach der Wende im Altpapier. Doch soweit sie sich erhalten haben, stellen sie heute Geschichtsquellen von eigenartiger Anziehungskraft dar. Sie berichten nicht nur von vielen Einzelheiten des Alltags, sondern dokumentieren das Lebensgefühl einer untergegangenen Welt. Im Nachlass ihrer Mutter fanden zwei Schwestern Brigadetagebücher, die das Arbeitsleben in einer HO-Gaststätte der Jahre 1972 bis 1975 detailreich beschreiben. Die Lesung aus dem originalen Zeitdokument wird begleitet von satirischen Rückblenden, eingespielten DDR-Schlagern und live gesungenen DDR-Spitzentiteln der siebziger Jahre.

Es liest:

Gabriele Chitealá, Sprecherzieherin, Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin

Es moderiert:

Prof. Angelika Pleger, Kultur- und Kunstpädagogin, Berlin

09. Juli 2019, 18 Uhr

Besucherzentrum des DDR Museum
Sankt Wolfgang-Str. 2
10178 Berlin

Der Eintritt ist frei.

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