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Du kannst den Farbfilm vergessen – die Beirette SL100

09.10.2013 von Sören Marotz
Neulich hatte ich schon über den Titel „Du hast den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen als Song des Monats gebloggt. Was noch fehlt, ist ein Fotoapparat dazu. Da man ja immer klein anfangen soll, dachte ich mir: Wie wäre es mit der Beirette SL100? Einen (teuren) Farbfilm konnte man hier aber schon deshalb getrost vergessen, weil die Bildqualität insgesamt eher mäßiger Natur war. Mir ist die Kamera noch gut in Erinnerung, weil ich mit ihr meine ersten Fotos gemacht hatte. Das war im Ferienlager in Polen Mitte der 80er Jahre. Falls sich jetzt jemand wundert: Ja, Polen war seit Solidarnosc „dicht", Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
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Sammlung

Schornsteinsprengung in Vockerode

04.10.2013 von Sören Marotz
Was haben die beiden letzten jeweils 100 Meter hohen Schornsteine des ehemaligen Gaskraftwerks in Vockerode im Kreis Wittenberg an der Elbe, die am Mittwoch, d. 18.09.2013 pünktlich um 11 Uhr gefallen sind, mit dem DDR Museum zu tun?
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Mifa Klappfahrrad. „Ein bisschen Rohr ein bisschen Draht...

25.09.2013 von Admin
...fertig ist das Mifa-Rad!" Die in der DDR weit verbreiteten MIFA-Klappräder - sie wurden oft belächelt und nie so richtig ernst genommen. „Da fährt man wie ein Affe auf einem Schleifstein", so ein gängiges Urteil über den Fahrkomfort der kleinen Drahtesel aus Sangerhausen. Dass die Klappräder auch in den Jahren nach der politischen Wende keine große Wertschätzung erfuhren, konnte man an den ostdeutschen Straßenrändern beobachten: unzählige 'Klappis' landeten auf dem Sperrmüll, oft noch in fabrikneuem Zustand... Doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Mittlerweile avanciert das DDR-Klapprad zum Kultobjekt, gerade bei Jugendlichen und Hipstern in den Großstädten.
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Aus Kindertagen - die FORMO Steckbausteine

18.09.2013 von Admin
Heute wurde unserem Museum ein kleiner unscheinbarer Karton gespendet und auf dem dazugehörigen Spendenformular stand „Karton mit DDR-LEGOS". Für mich, der in der unmittelbaren Nachwendezeit mit den `originalen` „LEGO"-Bausteinen aufgewachsen ist, bot dies gleich den Anlass, diese Bausteine etwas näher zu betrachten. „DDR-LEGO", was ist daran denn nun anders? Ich entleerte den Karton auf meinem Tisch und staunte nicht schlecht, dass prompt einige Mitarbeiter aus dem Büro vom Geklirr der Kunststoffbausteinchen angelockt wurden und sich um mich sammelten. „Oh LEGO, damit haben wir als Kinder auch immer gespielt!" Aber vor uns lag kein „LEGO", sondern FORMO-Stecksteine.
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Ein echter Rembrandt im DDR-Museum!!!

11.09.2013 von Admin
Rembrandt, Rubens, Dürer. Ein Jeder wird sicherlich schon einmal diese Namen gehört haben, zumindest wenn er dem Kunstunterricht in der Schule hin und wieder ein wenig Aufmerksamkeit gewidmet hat. In unserer Sammlung sind sie gleich alle drei vertreten! Spätestens an dieser Stelle muss ich jedoch die Kunstfreunde enttäuschen. Es handelt sich nicht etwa um unentdeckte millionenteure Gemälde der alten Meister, sondern um frühe Fernsehgeräte aus der DDR!
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ZRM 450 – der Rasenmäher mit dem besonderen Dreh

04.09.2013 von Sören Marotz
Auf der Suche nach einem farbenfroheren Rasenmäher für die Installation „Datsche" in unserer Ausstellung hoffte ich als Praktikant zunächst darauf, einen bunten Mäher vom Typ „Trolli" im Depot ausfindig machen zu können. Der jetzige versprüht mit seinem Armeegrün ein wenig den Hauch von NVA. Egal ob in blau, rot oder gelb - hauptsache kein „Tarnanstrich" mehr, dachte ich. Ich fand auch schnell mehrere „Trollis" in verschiedenen Lackierungen, sogar einen Luftkissenmäher vom Typ 42, mit dem das Rasenmähen (aus eigener Erfahrung) richtig Spaß machen kann.
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Treuer Begleiter ohne Räder – Das Kofferradio REMA Trabant T6

28.08.2013 von Sören Marotz
Wer Trabant (treuer Begleiter) hört, denkt wohl im ersten Moment an den Zweitakter aus Zwickau oder den ersten Satelliten im Weltall. Unser Objekt der Woche hat zwar ebenfalls Trapezform und nennt sich Trabant, ist jedoch nicht der Plastebomber mit eingebautem Kultstatus. Ein Motor oder vier Räder wie beim P 601 sind auch nicht vorhanden. Unser Trabant T6 wurde vielmehr dazu konstruiert, mit dem Auto oder dem Motorrad, Fahrrad etc. als „treuer Begleiter" der jeweiligen Besatzung auf Reisen zu gehen und die Klänge des Äthers aus (fast) aller Welt einzufangen.
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Die Jugendweihe hatte auch ihr Gutes - der Stereo-Kassettenrecorder SKR 700

23.08.2013 von Sören Marotz
Neulich bekamen wir von einem Herrn -so um die 40- den Hinweis, dass wir doch unbedingt den „SKR 700" im DDR Museum zeigen müssten. Er käme ursprünglich aus der DDR, lebt nun in Süddeutschland und hatte den in unserem Museum vermisst. Dass offensichtlich gerade dieser Stereo-Kassettenrecorder noch in vielen Köpfen so präsent ist, habe ich bereits in vielen Gesprächen mitbekommen. Gerade als Jugendweihegeschenk war der „SKR 700" sehr beliebt, bot er doch die Möglichkeit, die beliebten internationalen Hitparadensendungen wie z.B. „Hey Music" vom SFB (Sender Freies Berlin) oder die des RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) aufzunehmen. Preislich war er mit 1540 Mark der DDR zwar nicht gerade billig, lag aber oft gerade noch so im Rahmen des finanziell Machbaren. Dafür bekam man zwar nur 2×2 Watt Ausgangsleistung, aber immerhin auch 2 Teleskopantennen und Level-LED's.
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Berlin-Roller: noch haben wir nur die Betriebsanleitung

15.08.2013 von Sören Marotz
Da absolviert man nichts ahnend als Masterstudent der Technikgeschichte an der TU Berlin sein Praktikum im DDR Museum, ist dabei auf der Suche nach Dokumenten für den Schwalbe-Roller des Hauses und was findet man in den Depotschränken: originale Betriebsanleitungen für den Motorroller SR 59 „Berlin", auch Berlin-Roller genannt. Und was bitteschön soll jetzt daran interessant sein? Wenn man wie ich im Besitz eines solchen Rollers (inklusive Campi-Anhänger) ist und seit Jahren mit diesem Gefährt durch die regelmäßige Teilnahme an Oldtimerveranstalltungen quasi in einer Art Ehegemeinschaft lebt, treibt einem der Fund einer entsprechenden Betriebsanleitung im Praktikum zwangsläufig ein Lächeln ins Gesicht. Ein derart großes Lächeln, dass es sich sogar auf unseren Sammlungsleiter übertrug und ich den Berlin-Roller nun als „Objekt der Woche" vorstellen darf.
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Auch ein Wasserhahn muss passen

26.07.2013 von Sören Marotz
Beim „Besuch“ unserer Gefängniszelle im Museum fiel mir von Anfang der Wasserhahn auf. Nicht der Hahn an sich, sondern seine Farbe: orange. Das knallt, wirkt echt hip. In diesem Teil der Ausstellung geht es aber um die Inhaftierung von politischen Gefangenen, unter anderem im berüchtigten Stasi-Gefängnis „Bautzen II“. Hier ist es besonders wichtig, historisch korrekt zu sein, auch wenn die Zelle in unserer Dauerausstellung insgesamt natürlich ein Nachbau ist. Von daher habe ich mir von einer ehemaligen Kollegin, die heute für die „Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft“ arbeitet, Rat geholt. Nun können wir einen passenden Wasserhahn besorgen, so wie er bisher noch nicht im Sammlungsbestand ist.
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Sammlung

Ein Spiel zum 20. Republikgeburtstag

18.07.2013 von Sören Marotz
Was macht eine Republik, die am 7. Oktober 1969 gerade eine Generation alt geworden war. Sie feiert sich selbst, auch indem sie ein Spiel als Jubiläumsausgabe anlässlich des 20. Jahrestages der DDR herausgibt. Nun, fast 45 Jahre später haben wir dieses Spiel des VEB Spielewerk Karl-Marx-Stadt eingeworben.
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1x NBI komplett = 150kg Papier

11.07.2013 von Sören Marotz
Alle Tage bekommt man nicht das Angebot, die NBI (Neue Berliner Illustrierte) als komplette Sammlung mit allen Ausgaben von 1945-1991 zu übernehmen. Da haben wir, auch dank der Vermittlung eines Kollegen aus einem anderen Museum nicht nein gesagt. Schon allein die Erstausgabe vom 10. Oktober 1945 hat beträchtlichen Seltenheitswert. 1990 wurde das Format auf das bundesrepublikanisch übliche verkleinert, die endgültige Einstellung zum Oktober 1991 konnte aber trotzdem nicht mehr verhindert werden. Die Marktmacht von Bunte & Co war einfach zu stark und der Nachholeffekt der neuen Bundesbürger nach westlichen Medien zu nachhaltig. Dass die „SUPERillu" als Illustrierte für den Ostmarkt auch schon seit 1990 verkauft wurde, ist heute weniger geläufig.
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Wie sieht eine Strickfee aus?

28.06.2013 von Sören Marotz
Wie muss wohl eine „Strickfee" aussehen. Mit dieser Frage im Gepäck bin ich im Juni nach Hamburg gefahren, um am Rand einer Tagung eine Hand-Strickmaschine für das DDR Museum einzuwerben. Ganz in der Nähe der Köhlbrandbrücke, die über die gerade vom Hochwasser gefüllte Elbe führt, empfing mich Silvia Henschke in einer oberen Etage ihres Wohnblocks im Stil der 70er.
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Jetzt wird abgerechnet...

13.06.2013 von Admin
Ein weiteres Highlight hat diese Tage seinen Weg zu uns ins Archiv gefunden und zwar eine Spielzeugkasse für Kinder von PIKO. Mit dieser Kasse konnten Kinder Kaufmanns- oder Kaufrauladen nachspielen.
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Sammlung

Von der Dampfmaschine zum Viertakter zum Trabbi

06.06.2013 von Maria Bartholomäus
Das vorliegende Quartett mit dem Titel „Geschichte der Kraftwagen. Lehrquartett für Kinder von 10 Jahren an" soll den etwas älteren Kindern die Möglichkeit eröffnen, auf spielerische Art die Entwicklung von Kraftwagen zu erlernen.
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Die gute alte Zick-Zack Nähmaschine...

29.05.2013 von Admin
Neu in unserem Bestand ist die „Haushalt-Zick-Zack-Nähmaschine" Klasse 53 hergestellt vom VEB Nähmaschinenwerke Altenburg (Bezirk Leipzig). Gekauft wurde die Nähmaschine laut Kassenbeleg am 23.09.1960 im Konsum Berlin-Weißensee für 549 Mark. Damit ist die Nähmaschine 53 Jahre alt und trotz ihres Alters immer noch voll funktionsfähig.
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Sammlung

Backe, backe Kuchen! Der Mixer hat gerufen!

22.04.2013 von Sören Marotz
Neu in der Sammlung ist das „Handrühr- und Mixgerät RG 28" von AKA Electric hergestellt im Kombinat VEB Elektrogerätewerk Suhl. Dieses formschöne Gerät sticht durch sein orangenes Plastikgehäuse hervor.
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„Achtung! Achtung! Hier spricht die...“

19.04.2013 von Admin
Vielleicht hat das Anker Spielzeug-Polizeiauto des Typs „Wartburg 353" für die frühe Verkehrserziehung von Kindern gedient. Vielleicht aber auch als Spielzeug für Erwachsene. Dem „Traum" Volkspolizei zu spielen, kam man jedenfalls näher. Ob das wiederum gut war oder nicht, bleibt offen.
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Für den richtigen Durchblick: „Kleinmikroskop C“

17.04.2013 von Admin
Das „Kleinmikroskop C" ist sicherlich noch vielen aus dem Biologieunterricht bekannt. Man könnte das kleine Mikroskop für ein Spielzeug halten, ohne einen wirklich großen Nutzen. Doch schaut man genauer hin und in diesem Fall genauer durch, sticht das Mikroskop durch seine immerhin 225fache Vergrößerung hervor.
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Sammlung

Anstecker "Brandschutz Olympiade" 1975

11.04.2013 von Sören Marotz
Brandschutz wurde in der DDR als sehr wichtig erachtet und war, wie andere Organe auch, gut durchorganisiert. Wie der Begriff Brandschutz es bereits impliziert, geht es in aller erster Linie um die Prävention insbesondere von Brandgefahren.
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