Veranstaltung

Podiumsdiskussion: Peter-Michael Diestel und Christian Booß im DDR Museum

Am gestrigen Abend war erneut Herr Christian Booß zu Gast, der in der Gesprächsreihe „Was wir wollten – was wir sind“ mit wichtigen Akteuren der Friedlichen Revolution und des Einheitsprozesses spricht. Sein gestriger Gesprächspartner war Herr Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR.
von Melanie Alperstaedt (22.04.2016)

Am gestrigen Abend war erneut Herr Christian Booß zu Gast, der in der Gesprächsreihe „Was wir wollten – was wir sind“ mit wichtigen Akteuren der Friedlichen Revolution und des Einheitsprozesses spricht. Sein gestriger Gesprächspartner war Herr Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR.

Als Peter-Michael Diestel im April 1990 sein Amt in der Regierung de Maizière übernahm, war er für einige Bürgerrechtler, die gerade die Stasi-Zentrale besetzt hatten, ein rotes Tuch. Der smarte Rechtsanwalt passte nicht so recht in das Bild der äußerlich anarchistisch anmutenden Revoluzzer. Einer seiner wichtigen und sensiblen Aufgaben war die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit. Bei all den harten Auseinandersetzungen in dieser Zeit stellte sich der Innenminister als eine Robin-Hood-Figur ganz eigener Art heraus, spätestens als er im Juli 1990 zu den meuternden Häftlingen auf das Dach der Haftanstalt Brandenburg kletterte.

Die Gesprächsrunde war geprägt von schnellen, präzisen Argumenten, Widerworten und Humor. Teilweise handelte es sich um ein Insidergespräch, dem man als „Durchschnittszuhörer“ nicht immer zu 100% folgen konnte. Umso spannender waren aber natürlich die Einblicke für all diejenigen, die sich sehr gut mit dem Thema auskannten! Für alle war der Abend aber sicherlich unterhaltsam, und man merkte: Selbst wenn man sich nicht immer einig war, ging man mit diesen Differenzen respektvoll und spitzfindig um!

 

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