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Wolfgang Leyn: „Volkes Lied und Vater Staat“

Voraussichtlich im Juni dieses Jahres erscheint im Christoph Links Verlag das Buch „Volkes Lied und Vater Staat“ von Wolfgang Leyn über die DDR-Folkszene von 1976-1990. Zum Preis von 30€ wird es eine umfassende Gesamtdarstellung zur DDR-Folkszene, nachdem Lutz Kirchenwitz 1993 schon mit „Folk, Chanson und Liedermacher in der DDR – Chronisten, Kritiker, Kaisergeburtstagssänger“ (Dietz, Berlin) „vorgelegt“ hatte.
von Sören Marotz (29.03.2016)

Voraussichtlich im Juni dieses Jahres erscheint im Christoph Links Verlag das Buch „Volkes Lied und Vater Staat“ von Wolfgang Leyn über die DDR-Folkszene von 1976-1990. Zum Preis von 30€ wird es eine umfassende Gesamtdarstellung zur DDR-Folkszene, nachdem Lutz Kirchenwitz 1993 schon mit „Folk, Chanson und Liedermacher in der DDR – Chronisten, Kritiker, Kaisergeburtstagssänger“ (Dietz, Berlin) „vorgelegt“ hatte.

Die DDR-Folkszene entstand Mitte der siebziger Jahre fast zeitgleich mit der bundesdeutschen, aber unter völlig anderen Rahmenbedingungen. Auf insgesamt ca. 350 Seiten und mit ca. 100 Abbildungen versehen, werden im Buch die Fragen „Wie kommt es, dass Deutschlands größtes Festival für Folk und Weltmusik im Osten stattfindet? Weshalb waren bei DDR-Folkbands die Handwerksgesellenlieder so beliebt? Und warum das Bandoneon? Wie groß waren die Freiräume zwischen Fördervertrag und Auftrittsverbot?“ aufgegriffen und hoffentlich ab Juni im Buch und auf Lesungen auch beantwortet.

Neben einem Überblicksartikel enthält der Band Themenbeiträge, Interviews, Bandporträts, eine Chronologie, ein Szene-Lexikon - von A wie Aluminiumlöffel bis Z wie Zentralhaus für Kulturarbeit - sowie Fotos, Plakate, Bibliografie, Diskografie, Sach- und Personenregister. Die Autoren des Buches sind Insider: der Szene-Chronist Wolfgang Leyn, der Volkskundler und Dudelsackspieler Ralf Gehler sowie der FOLKER-Autor Reinhard Ständer.

Wolfgang Leyn, geboren 1953 in Leipzig, war 1976 Mitbegründer der Leipziger Band Folkländer, von der 1981 auch die LP „Wenn man fragt, wer hat's getan“ bei Amiga veröffentlicht wurde (siehe Foto). 1978-90 Redakteur bei Radio Berlin International und 1978-82 Mitorganisator der Berliner Folkfeste war er 1990/91 Kulturredakteur bei Sachsenradio in Leipzig, bevor er dann beginnt beim Mitteldeutschen Rundfunk zu arbeiten (seit 2004 bei MDR FIGARO). Er war auch Organisator der Ausstellungen „Die frühen Jahre der DDR-Folkszene“ (1997) sowie „Folk in der DDR“ (2010).

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