Wildschweinbraten „Schorfheider Art“

In der DDR wurde sehr gern und viel gejagt, wobei die Jagdflächen vom Staat zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings war die private Jagd  kaum möglich, da das Waffenverbot galt. Jagdwaffen wurden nur temporär an die organisierten Jäger der Jagdgenossenschaften zur Verfügung gestellt. Das geschossene Wild musste zudem als Eigentum des Volkes bei der staatlichen Wildannahmestelle abgeliefert werden.
von Janine Henschel (11.11.2014)

In der DDR wurde sehr gern und viel gejagt, wobei die Jagdflächen vom Staat zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings war die private Jagd  kaum möglich, da das Waffenverbot galt. Jagdwaffen wurden nur temporär an die organisierten Jäger der Jagdgenossenschaften zur Verfügung gestellt. Das geschossene Wild musste zudem als Eigentum des Volkes bei der staatlichen Wildannahmestelle abgeliefert werden.

Die SED-Führung sicherte sich hingegen Sonderrechte für das Jagen in ausgewiesenen Gebieten, die nur hochrangigen Stasimitarbeiter und Militärs zugänglich waren. Eines dieser Jagdgebiete war zum Beispiel die Schorfheide in Brandenburg

Nun lassen Sie uns mit dem originalen DDR-Rezept loslegen – es gibt viel zu tun!

 

Zutaten

1 kg Wildschweinrücken

1 EL Wacholderbeeren (zerdrückt)

½ Bund Suppengrün

½ Liter saure Sahne

½ Liter Wild- oder Fleischfond

200 ml trockener Rotwein

 5 EL Öl

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

  • alle überflüssigen Sehnen und Knorpeln des Schweinerückens entfernen
  • das Fleisch mit den Gewürzen gut einreiben
  • nun in einer Schmorpfanne mit Öl braun anbraten
  • das Suppengrün dazugeben, mit Rotwein ablöschen und den Fond dazugießen
  • anschließend im Ofen bei ca. 160 Grad etwa 25 Minuten fertig garen
  • das Fleisch regelmäßig übergießen
  • den Wildschweinrücken warm stellen, wenn er fertig ist
  • den Fond passieren und das Gemüse durch ein Sieb streichen, damit die Soße gebunden werden kann
  • nun mit dem Wein und der sauren Sahne verfeinern
  • das Fleisch in Scheiben schneiden. Etwas Sauce darübergießen, den Rest extra reichen


Als Beilage empfehlen wir Kartoffeln und Rosenkohl. Es eignen sich aber auch Semmelklöße und Waldpilze oder Rotkohl.

Für die Zubereitung des aufwändigen Gerichts sollten Sie insgesamt ungefähr 2 Stunden einplanen.

Den köstlichen Wildrücken bekommen Sie heute und morgen für 15,60 € auch im DDR-Restaurant Domklause. Serviert wird der Wildschweinbraten „Schorfheider Art“ mit Rosenkohl und Kartoffeln.

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