Wie sieht eine Strickfee aus?

Wie muss wohl eine „Strickfee" aussehen. Mit dieser Frage im Gepäck bin ich im Juni nach Hamburg gefahren, um am Rand einer Tagung eine Hand-Strickmaschine für das DDR Museum einzuwerben. Ganz in der Nähe der Köhlbrandbrücke, die über die gerade vom Hochwasser gefüllte Elbe führt, empfing mich Silvia Henschke in einer oberen Etage ihres Wohnblocks im Stil der 70er.
von Sören Marotz (28.06.2013)

Wie muss wohl eine „Strickfee" aussehen. Mit dieser Frage im Gepäck bin ich im Juni nach Hamburg gefahren, um am Rand einer Tagung eine Hand-Strickmaschine für das DDR Museum einzuwerben. Ganz in der Nähe der Köhlbrandbrücke, die über die gerade vom Hochwasser gefüllte Elbe führt, empfing mich Silvia Henschke in einer oberen Etage ihres Wohnblocks im Stil der 70er.

Nicht ohne Stolz verkündete Sie, dass ihre Tante das Gerät Anfang der 70er gekauft und in Schwerin benutzt hatte. Frau Henschke hatte die „Strickfee" aber nur wenig genutzt, von daher bekamen wir das Angebot, die Hand-Strickmaschine in unsere Sammlung aufzunehmen. Das Gerät war mit dem Etui für Ersatznadeln soweit komplett und würde wohl nur ein wenig Pflege benötigen.

Die „Strickfee" wurde im VEB Wirkmaschinenbau Karl-Marx-Stadt gebaut und überrascht mit ihrem hohen Gewicht. Für Heim- und Hobbystricker gab es seit den 1950er Jahren eine Anzahl kleiner mechanischer Strickmaschinen, seit den 1970er Jahren wurden elektrische, später auch computergesteuerte Heimstrickmaschinen angeboten. Diese bieten gegenüber dem handstricken den Vorteil, große, einfach gemusterte Teile in kürzerer Zeit fertigen zu können. Ein Einbettstricker wie unsere „Strickfee" erzeugt nur rechte Maschen bzw. Muster auf Basis rechter Maschen, mit einem Doppelbett lassen sich auch linke Maschen oder rechts-links-Muster erzeugen.

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