„Wenn ein Mensch lebt“ (Puhdys)

"Puhdys nein danke" steht auf einem Aufkleber, den eine Gitarre in unserem Sammlungsbestand trägt. Tatsächlich hatten sich bereits in den 1980er Jahren viele Jugendliche von der etablierten Rockmusik der DDR abgewandt. von Sören Marotz (17.12.2013)

"Puhdys nein danke" steht auf einem Aufkleber, den eine Gitarre in unserem Sammlungsbestand trägt. Tatsächlich hatten sich bereits in den 1980er Jahren viele Jugendliche von der etablierten Rockmusik der DDR abgewandt.

Das war in den 1970er Jahren noch anders. Hier feierten Band wie die Puhdys oder auch Renft beachtliche Erfolge. Speziell mit der Musik zu dem Film „Die Legende von Paul und Paula“ hatten die Puhdys 1973 auch international Erfolg, obwohl der Titel „Wenn ein Mensch lebt“ eigentlich von Peter Gotthardt komponiert und arrangiert wurde. Der Text stammt übrigens von Ulrich Plenzdorf. Es ist das neunte Stück auf ihrer ersten Langspielplatte („Die Puhdys“).

Noch vor dem offiziellen Kinostart von „Die Legende von Paul und Paula“ gab es am 30.März 1973 eine Aufführung des Films im Staatsratsgebäude. In unserer Ausstellung zeigen wir den dafür verwendeten Kinoprojektor. Die Bildtonmaschine „Dresden D21“ gehörte zur ursprünglichen Ausstattung des Kinosaals im Staatsratsgebäude. In den Jahren 1964 bis 1989 erfuhr die Anlage eine eher sporadische Nutzung, alle Hausherren von Walter Ulbricht über Erich Honecker bis hin zu Egon Krenz waren dem Kino im eigenen Haus nicht sonderlich zugetan. Da bildete die interne Aufführung von „Die Legende von Paul und Paula“ wohl eher eine Ausnahme.

Ihren ersten Auftritt unter dem Namen Puhdys hatte die Band am 19. November 1969 im Tivoli in Freiberg. Aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der „Ur-Besetzung“ Peter Meyer (Keyboard), Udo Jacob (Schlagzeug), Harry Jeske (Bassgitarre) und Dieter Hertrampf (Gitarre, Gesang) ergab sich der Gruppenname: P…U…H…D…ys.

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