Was macht eigentlich...

THOMAS THIEME?

Thomas Thieme wird am 29. Oktober 1948 in Weimar geboren. Sein Schauspielhandwerk erlernt er an der Staatlichen Schauspielschule Ernst Busch in Ost-Berlin. Seine erste Theaterrolle ergattert er 1973 am Theater Görlitz, wo er gleich in der Titelrolle in „Egmont“ besetzt wird. Weitere Theaterrollen nimmt er in Magdeburg und Halle an. Im TV ist er unter anderem im „Polizeiruf 110: Nachttaxi“ und in „Lotte in Weimar“ zu sehen. 1981 stellt Thieme einen Ausreiseantrag und 1984 darf er „legal“ aus der DDR ausreisen. Sein Ausspruch „Ich bin nicht vor Repressionen geflohen, sondern vor der Bevölkerung" lässt erahnen, dass er sich in der DDR nicht mehr wohl fühlte.
von Martin Klötzke (05.07.2016)

Thomas Thieme wird am 29. Oktober 1948 in Weimar geboren. Sein Schauspielhandwerk erlernt er an der Staatlichen Schauspielschule Ernst Busch in Ost-Berlin. Seine erste Theaterrolle ergattert er 1973 am Theater Görlitz, wo er gleich in der Titelrolle in „Egmont“ besetzt wird. Weitere Theaterrollen nimmt er in Magdeburg und Halle an. Im TV ist er unter anderem im „Polizeiruf 110: Nachttaxi“ und in „Lotte in Weimar“ zu sehen. 1981 stellt Thieme einen Ausreiseantrag und 1984 darf er „legal“ aus der DDR ausreisen. Sein Ausspruch „Ich bin nicht vor Repressionen geflohen, sondern vor der Bevölkerung" lässt erahnen, dass er sich in der DDR nicht mehr wohl fühlte.

Von 1984 bis 1990 für das Schauspiel Frankfurt tätig, folgt ein Engagement am Burgtheater Wien und vier Jahre später wechselt er zur Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Auch in den Folgejahren ist Thieme auf unterschiedlichen Bühnen zu sehen, 2000 wird er für seine Interpretation von Richard III im Bühnenstück „Schlachten!“ zum Schauspieler des Jahres gewählt. Im TV ist er unterdessen zumeist in kleineren Rollen und Serien zu sehen und verkörpert zumeist die Rolle des Schurken. Produktionen wie „Der Untergang“ und der Oscar-prämierte Kinofilm „Das Leben der Anderen“ machen ihn deutschlandweit bekannt. Fortan brilliert er in renommierten TV- und Kinoproduktionen, gerne als Bösewicht.

Auf „roten Teppichen“ sucht man den sehr selbstkritischen Schauspieler vergeblich, seine Abneigung gegen die eigene Zurschaustellung hat er mehrere Male öffentlich geäußert. Thomas Thieme verleiht seine Stimme auch regelmäßig Hörspielen, seinen privaten Wohnsitz hat er mittlerweile wieder nach Weimar verlegt.

Bildrechte: © CC BY-SA 4

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