Was macht eigentlich...

MANFRED KRUG?

Manfred Krug wird am 08. Februar 1937 in Duisburg geboren. Bedingt durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Zerstrittenheit seiner Eltern wechselt er in der Jugend häufig seinen Wohnsitz.
von Martin Klötzke (06.09.2016)

Manfred Krug wird am 08. Februar 1937 in Duisburg geboren. Bedingt durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Zerstrittenheit seiner Eltern wechselt er in der Jugend häufig seinen Wohnsitz.

1949 zieht er mit seinem Vater in die frisch gegründete DDR und erlernt den Beruf des Stahlschmelzers. Das Abitur holt er auf der Abendschule nach und beginnt ein Studium an der staatlichen Schauspielschule Berlin. Disziplinarische Vergehen verhindern jedoch einen Abschluss.

Erste Bühnenerfahrung sammelt er ab 1955 am Berliner Ensemble. 1956 wird er für eine kleine Rolle im DEFA-Film „Mazurka der Liebe“ besetzt. 1960 spielt er seine erste große Rolle im Kriegsdrama „Fünf Patronenhülsen“. Sieben Jahre später dreht er den Film „Spur der Steine“, der nach nur drei Tagen wegen angeblichen antisozialistischen Inhalten der Zensur zum Opfer fällt und erst 1989 wieder gezeigt werden darf.

Anfang der 70er Jahre macht sich Manfred Krug auch als Jazz-Sänger einen Namen und veröffentlicht mehrere Platten. Wie andere Künstler auch beteiligt er sich 1976 an der Protestwelle gegen Wolf Biermanns Ausbürgerung und wird prompt mit einem Teilberufsverbot belegt. Nach mehrmonatiger Arbeitslosigkeit stellt er einen Ausreiseantrag und darf die DDR 1977 verlassen. Während dieser Zeit wird er auch von der Staatssicherheit überwacht und dokumentiert dies in seinem Buch „Abgehauen“, welches 1998 auch verfilmt wird.

Kaum ist er in den Westen übergesiedelt, wird er auch schon als Franz Meersdonk in der legendären TV-Serie „Auf Achse“ besetzt. Auch in der Anwaltsserie „Liebling Kreuzberg“ weiß Krug zu brillieren und spielt ab 1986 fünf Staffeln lang den Götterspeise liebenden Anwalt Robert Liebling. Zusammen mit Charles Brauer bildet er ab 1984 ein kongeniales Tatort-Gespann und löst bis 2001 insgesamt 41 Fälle.

Nach 2001 wird es ruhiger um Manfred Krug. Er widmet sich vorwiegend der Musik und s(w)ingt gerne auch in Begleitung von Uschi Brüning und seiner Band durch die Lande. Noch heute sind seine Konzerte und Lesungen regelmäßig ausverkauft.

 

Bild: © By Blaues Sofa from Berlin, Deutschland (Manfred Krug im Gespräch mit Luzia Braun) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Mehr zum Thema

Tickets ohne Warteschlange ab € 5,50   Jetzt kaufen