Was macht eigentlich...

ARMIN MUELLER-STAHL?

Armin Mueller-Stahl kam am 17. Dezember 1930 in Tilsit in einer kunstliebenden Familie zur Welt, in der man viel Wert auf das Malen, Zeichnen und gemeinsame Musizieren legte. Sein Vater, ein Bankkaufmann, hatte eine große Leidenschaft für das Schauspielern und war deshalb Teil des Tilsiters Theater. So wuchs Müller-Stahl von Kind auf an mit Kunst, Musik und Schauspiel auf. Zum Zweiten Weltkrieg wurde sein Vater eingezogen und die Familie zog 1938 nach Prenzlau. 1945 starb Armin Mueller-Stahls Vater in einem Lazarett.
von Esra Kurtoglu (04.10.2016)

Armin Mueller-Stahl kam am 17. Dezember 1930 in Tilsit in einer kunstliebenden Familie zur Welt, in der man viel Wert auf das Malen, Zeichnen und gemeinsame Musizieren legte. Sein Vater, ein Bankkaufmann, hatte eine große Leidenschaft für das Schauspielern und war deshalb Teil des Tilsiters Theater. So wuchs Müller-Stahl von Kind auf an mit Kunst, Musik und Schauspiel auf. Zum Zweiten Weltkrieg wurde sein Vater eingezogen und die Familie zog 1938 nach Prenzlau. 1945 starb Armin Mueller-Stahls Vater in einem Lazarett.

Im Jahr 1948 zog er nach Berlin, wo er seinem Wunsch professioneller Geiger zu werden nachging. Er studierte dort erfolgreich Violine als auch Musikwissenschaften; nach seinem Examen kam er zur Schauspielerei und bekam 1952 sein erstes festes Engagement an einem Berliner Theater, nach dem er ein Studium an Staatlichen Schauspielschule wegen „mangelnder Begabung“ abbrechen musste. Schließlich wechselte er zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo er über 20 Jahre spielte.

Mit dem Vierteiler „Flucht aus der Hölle“ und dem Drama „Fünf Patronenhülsen“ begann 1960 seine Karriere als Schauspieler beim Film. Durch den DEFA-Indianerfilm „Tödlicher Irrtum“ entwickelte sich Mueller-Stahl zu einem in der DDR gefeierten Charakterdarsteller. Seine Rollen begünstigten, dass er fünf Mal hintereinander zum beliebtesten Schauspieler der DDR gewählt wurde. Bei „Das unsichtbare Visier“ handelt es sich um eine beliebte Fernsehserie, in der Mueller-Stahl einen MfS-Agenten spielte, aus der er allerdings später ausstieg, da diese politischer werden sollte.

1976 unterschrieb er einen offenen Brief gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, wonach er schließlich keine Rollen mehr bekam. Im Jahr 1980 wurde ihm die Ausreise nach West-Berlin genehmigt. In der Bundesrepublik fasste er schnell wieder Fuß und konnte erste Erfolge feiern.

Auch in Hollywood gab es für den Schauspieler viel Anerkennung, so spielte er unter anderem in „Avalon“ und „Shine – Der Weg ins Licht“, für den er 1997 als bester Nebendarsteller für einen Oscar nominiert wurde. Trotz seiner Schauspielkarriere malte Mueller-Stahl weiterhin und präsentierte diese unter anderem im Lübecker Buddenbrookhaus. 2001 verkörperte Armin Mueller-Stahl Thomas Mann in dem Fernseh-Dreiteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman", 2008 war er in der Verfilmung „Buddenbrooks“ und 2009 in „Illuminati“ auf der Kinoleinwand zu sehen.

Heute wohnt Armin Mueller-Stahl eine Hälfte des Jahres in Sierksdorf an der Lübecker Bucht und die andere Hälfte in Pacific Palisades an der kalifornischen Küste und in Berlin. 2010 wurde er zum fünften Ehrenbürger Schleswig-Holsteins ernannt.

Bild: © By Mathias Schindler (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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