Reisen

Mecklenburgische Seenplatte

„Urlaub in der DDR“ – mit diesem Thema beschäftigt sich das DDR Museum nicht nur in der Ausstellung, sondern ich zukünftig auch in unserem Blog. Wie war der Tourismus in der DDR ausgeprägt und welche Reiseziele waren besonders beliebt? Heute bleibe ich zunächst in Deutschland und widme mich der Mecklenburgischen Seenplatte. von Esra Kurtoglu (28.01.2016)

Das Land der 1000 Seen mit zahlreichen anerkannten Luftkurorten lädt damals wie heute dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.

Ein beliebtes Reiseziel - heute leider nicht mehr

Für einen erholsamen Urlaub macht bekanntlich das Hotel oder die Herberge besonders viel aus. Ein Vorzeigehotel der FDGB war damals das Müritz-Hotel in Klink an der Müritz. Dort wollte jeder DDR-Bürger hin, wie der Ex-Leiter des Hotels der SVZ berichtete. So beliebt ist es auch gewesen, weil es direkt am größten Binnensee, der Müritz, liegt. Genau genommen zwischen der Müritz und dem Kölpinsee. Vielen blieb das Müritz-Hotel deshalb auch als „Perle an der Müritz“ in Erinnerung.

Bis vor einigen Wochen hatte das Hotel noch geöffnet, seit Januar 2016 wurde der Betrieb nun aber eingestellt. Was mit dem ehemaligen DDR-Vorzeigehotel passieren wird, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
 

Tolle Ausflugstipps, die heute noch einen Besuch wert sind

Auch, wenn Urlaub ab und zu Faulenzen bedeutet, ekundet man als Tourist natürlich gerne die Gegend. Viele Ausflugsziele gibt es auch heute noch und sie sind definitiv sehenswert. Die Mecklenburgische Seenplatte zieht mit den zahlreichen Seen, der Natur und der Kultur viele Besucher mit den verschiedensten Interessen an und auch zu DDR-Zeiten war sie ein sehr beliebtes Reiseziel, um sich zu erholen und etwas zu erleben.

Folgende Sehenswürdigkeiten konnte man bereits in der DDR erleben und sind immer noch zugänglich und einen Besuch wert.

Die Alte Burg Penzlin, südwestlich von Neubrandenburg, wird bis heute als Museum über die Hexenverfolgung in Mecklenburg genutzt und konnte auch zu DDR Zeiten besichtigt werden. Besonders interessant und schaurig ist dort der Hexenkeller, den sollte man nicht verpassen!

Die Stadt Neubrandenburg, die auch den Beinamen „Vier-Tore-Stadt“ trägt, hat damals als auch heute Kulturinteressierte angezogen. Die Besonderheiten Neubrandenburgs sind die mittelalterliche Wehranlage mit der gut erhaltenen Stadtmauer, die vier gotischen Stadttore, die ihrer Stadt den Beinamen gaben als auch die einstige Hauptpfarrkirche St. Marien, die heute als Konzertkirche zu verschiedensten Veranstaltungen einlädt. Zum Badeausflug ging es damals schon zum nahegelegenen Tollensesee.

Das Agrarmuseum Alt Schwerin, seit 2012 das Agroneum Alt Schwerin, ist ein spannendes Freilichtmuseum. Es zeigt die Landwirtschaftsgeschichte Mecklenburgs ab 1848 bis heute – und das mit Exponaten, wie Traktoren aus verschiedenen Jahren. 1963 gegründet, kennen viele das Museum noch aus DDR-Zeiten. Aber auch heute lohnt sich ein Besuch!

Es handelt sich bei meiner Aufzählung natürlich nur um eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten der Region. Für mehr Ausflugsziele und Erlebnisse können Sie sich umfassend beim Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. informieren!


 

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