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Anklam

Anklam liegt an der Peene in Mecklenburg-Vorpommern und ist für den Luftfahrtpionier Otto Lilienthal bekannt, der in der Hansestadt geboren wurde. von Esra Kurtoglu (28.09.2016)

Die Hansestadt Anklam liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald an der Peene und ist Geburtsort des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal, auf den ich später noch genauer eingehen werde!

 

Sehenswerte Bauwerke

Im Jahr 1243 wurde Anklam erstmals erwähnt, jedoch erfolgte die Nennung als Stadt erst im Jahr 1264. Im 16. Jahrhundert brannte das Rathaus am Marktplatz dann ab, wurde jedoch kurze Zeit später wieder neu errichtet. Das gotische Rathaus wurde 1842 abgerissen und erst 1950-52 ließ man das Rathaus dann neu bauen.

Die Marienkirche, eine dreischiffige Hallenkirche der Backsteingotik, wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt und ist die ältere der beiden großen Stadtkirchen. Im 2. Weltkrieg litt auch die Marienkirche unter schweren Bombenschäden, die aber in den darauffolgenden Jahren beseitigt werden konnten. Die Nikolaikirche, ebenfalls eine dreischiffige Hallenkirche der Backsteingotik, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche wurde im Krieg stark beschädogt – 1945 brannte sie aus und wurde eine Ruine. Erst 1995, 50 Jahre später, begann die Sanierung der Ruine, um sie touristisch nutzen zu können.

Mit einer Höhe von 32 Metern ist das Anklamer Steintor, um 1450 erbaut, das letzte erhaltene Stadttor. Heute wird es als Museum genutzt und bietet von der obersten Etage einen tollen Ausblick.

Am Pferdemarkt steht seit 2007 ein Denkmal für Otto Lilienthal. Vorher befand es sich am Marktplatz, wo es 1982 aufgestellt wurde. Der Warener Bildhauer Walther Preik entwarf das Denkmal mit einer Höhe von 16 Metern. Otto Lilienthal, der 1848 in Anklam geboren wurde, gelang es 1891 mit einem Derwitzer Apparat, so nannte Lilienthal das Fluggerät, 25 Meter zu gleiten. Das Jahr gilt als das, in dem erstmals ein Mensch mit einem Flugzeug flog. Im Jahr 1893 schaffte er es sogar 250 Meter weit zu gleiten! Seine Flugzeuge bestanden aus Weidenzweigen mit Baumwollstoff bespannt, mit denen er einige Blessuren auf sich nehmen musste. Am 9. August 1896 erfasste ihn eine starke Windböe, Lilienthal stürzte aus 15 Metern Höhe ab und brach sich die Halswirbelsäule. Einen Tag später verstarb Otto Lilienthal.

Museen in Anklam

Dem Luftfahrtpionier wurde ein eigenes Museum gewidmet, das Otto-Lilienthal-Museum. Es befasst sich mit Otto Lilienthal und der Geschichte des Fliegens. Besucher können hier riesige Flugapparate bestaunen und die Idee des Fliegens aus physikalischer Sicht selbst erforschen. Das Aeronauticon ist ein museumspädagogischer Natur- und Erlebnispark am Anklamer Flughafen und besonders für Kinder interessant.  Denn hier gilt: Anfassen und Ausprobieren ist erlaubt!

Das Museum im Steintor ist das älteste regionalgeschichtliche Museum im östlichen Vorpommern und zeigt die Geschichte der Stadt sowie die Hansezeit an der Peene.

Da Anklam direkt an der Peene liegt, bietet es sich natürlich an, eine geführte Tour im Kanu oder Kajak zu machen. Sie können sich natürlich auch auf eigene Faust ein Kanu, ein Kajak oder ein Floß mieten und die Umgebung erkunden!

Weitere  Informationen über die Hansestadt Anklam finden Sie hier, wenn Sie neugierig geworden sind. Vor Ort können Sie sich bei der Anklam-Information im Rathaus über Unterkünfte, Sehenswertes, Museen, Stadtführungen oder kulturelle Veranstaltungen informieren.

 

Quellen:

Bruno Benthien (Hg.): "Reiseführer DDR". 1. Auflage. Berlin/Leipzig: VEB Tourist Verlag, 1990.

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