Stahlhelme zu Kochtöpfen: Wie aus Kriegsobjekten Gebrauchsgegenstände wurden

In regelmäßigen Abständen nutzen wir die Vitrinen unseres DDR-Restaurants Domklause für zwar sehr kleine, aber dafür auch sehr liebevoll zusammengestellte, Sonderausstellungen. In den letzten drei Monaten war dort das Tisch- und Tafelgerät aus Edelstahl zu sehen, welches von Prof. Christa Petroff-Bohne zu DDR-Zeiten gestaltet wurde.
von Melanie Alperstaedt (20.08.2014)

In regelmäßigen Abständen nutzen wir die Vitrinen unseres DDR-Restaurants Domklause für zwar sehr kleine, aber dafür auch sehr liebevoll zusammengestellte, Sonderausstellungen. In den letzten drei Monaten war dort das Tisch- und Tafelgerät aus Edelstahl zu sehen, welches von Prof. Christa Petroff-Bohne zu DDR-Zeiten gestaltet wurde.

Am gestrigen Abend haben die neugestalteten Vitrinen Premiere gefeiert. Gezeigt werden bis zum Ende des Jahres Gegenstände, die kurz nach dem Krieg im Alltag genutzt, aber aus Kriegsobjekten hergestellt wurden. Beispiele wären Nachttöpfe oder Kochtöpfe, die ihren materiellen Ursprung in einem Stahlhelm haben,  Milchkannen aus Gasmaskenbehältern, Puddingformen die einmal Minen waren oder Aschenbecher aus Teilen einer Panzerfaust. Vieles ist emailliert worden und manchen Objekten sieht man ihren Ursprung nicht einmal an! Der Blick hierfür muss erst geschärft werden, wofür der spannende Vortrag des sympathischen Sammlers Michael Eickmeier sorgte. Er fand den ersten Stahlhelm bereits im Alter von fünf Jahren und ihm ist es zu verdanken, dass diese Objekte heute noch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Er hat „einen Keller voller Geschichte“ und hatte noch zusätzliche Objekte für seinen Vortrag mitgebracht. Er schaffte es mühelos, die Verbindung zwischen einer Zuckerdose und dem Teil einer Gasmaske herzustellen und bebilderte zusätzlich  seine Ausführungen umfangreich. Das alles war für das Verständnis sehr hilfreich!

Anschließend gingen die Besucher dann gemeinsam in das DDR-Restaurant Domklause und konnten dort nicht nur die neuen Vitrinen bewundern, sondern direkt vor Ort stand der Sammler auch für Fragen zur Verfügung und erläuterte weitere Besonderheiten der Objekte!

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