Spielzeug in der DDR – Plastic People in den Vitrinen der Domklause

Nachdem seit August Kochtöpfe und anderes Alltagsmaterial aus Kriegsprodukten unsere Ausstellungsvitrinen im DDR-Restaurant Domklause zierten, wurde es gestern Zeit, eine neue Ausstellung Einzug halten zu lassen. Der Sammler Bernd Havenstein stellt uns für unseren kleinen aber feinen Sonderausstellungsbereich Stücke seiner DDR-Spielzeugsammlung zur Verfügung und so bevölkern nun kleine bunte „Plastic People“, allerlei Spielzeugfahrzeuge und weitere Spielwaren die Vitrinen in der Domklause.
von Admin (04.02.2015)

Nachdem seit August Kochtöpfe und anderes Alltagsmaterial aus Kriegsprodukten unsere Ausstellungsvitrinen im DDR-Restaurant Domklause zierten, wurde es gestern Zeit, eine neue Ausstellung Einzug halten zu lassen. Der Sammler Bernd Havenstein stellt uns für unseren kleinen aber feinen Sonderausstellungsbereich Stücke seiner DDR-Spielzeugsammlung zur Verfügung und so bevölkern nun kleine bunte „Plastic People“, allerlei Spielzeugfahrzeuge und weitere Spielwaren die Vitrinen in der Domklause.

Bernd Havenstein, jahrelang schon Sammler aus Leidenschaft, erzählte den Veranstaltungsbesuchern zunächst in einem spannenden und anschaulichen Vortrag über die Entwicklung des Spielzeuges in Deutschland und speziell in der DDR. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die kleinen Plastikfiguren und diverse Fahrzeuge. Assoziiert werden können die kleinen Figuren mit den bekannten Playmobil-Figuren und auch ihre Laufbahn begann ungefähr zur selben Zeit. Der Sammler Havenstein erzählte von einigen Betrieben, die sich an der Spielwarenproduktion in der DDR beteiligten, so zum Beispiel der VEB Piko Sonneberg, der VEB Mechanische Spielwaren Weimar oder der VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg. Aber auch weitere Betriebe entwickelten diverse Sortimente an Spielfiguren, Fahrzeugen und anderem Spielzeug. Bemerkenswert dabei war es, dass die Figuren und Fahrzeuge aller Betriebe miteinander kompatibel waren und somit beliebig kombiniert werden konnten. Einige der Produkte wurden auch exportiert, so stellte der VEB Ankermechanik Eisfeld beispielsweise kabelferngesteuerte PKW her, die für den westlichen Markt natürlich auch als Westautomarken wie Ferrari produziert wurden. Nur wenige der DDR-Spielwarenhersteller haben das Ende der DDR überlebt, bekannt sind heute aber noch PIKO und eitech mit seinen Metallbaukästen.

Nach Havensteins interessantem Vortrag und einem Bühnengespräch mit unserem Sammlungsleiter Sören Marotz, war es an der Zeit, die Ausstellung in der Domklause zu eröffnen. Die bunten Spielwaren machen sich sehr gut in den Vitrinen und so fand die kleine Ausstellung Anklang bei den Gästen, die den Abend mit einem Getränk und Gesprächen mit dem Sammler gemütlich ausklingen ließen.

Wer sich die kleine Ausstellung „Plastic People - Plastikfiguren und Fahrzeuge aus der DDR-Spielwarenproduktion“ anschauen möchte, kann dies noch bis zum 19. Mai 2015 tun. Und wen das Thema und die Sammlertätigkeit Bernd Havensteins interessiert, der sei herzlich eingeladen zu unserer Veranstaltung am 5. Mai 2015, denn da ist der Sammler ein weiteres Mal zu Gast bei uns im Besucherzentrum.  

 

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