Spannend, spannend

Gestern wurde dem DDR Museum eine interessante Broschüre gespendet:
von Admin (06.07.2009)

Gestern wurde dem DDR Museum eine interessante Broschüre gespendet:

»Was ich von der Mauer wissen muss -Merkblatt für Berlin-Besucher«

Aus welchem Jahr das Heft stammt, kann ich leider nicht genau feststellen. Dass das Wort »Mauer« in großen Buchstaben auf dem Titelblatt steht, ist aber schon etwas Besonderes!

Ein paar Infos über die Namen und Bezeichnungen der Mauer, offiziell und inoffiziell, habe ich hier zusammengefasst:

Die Bezeichnung »Mauer« wurde von der Staatsführung zwar nicht verboten, galt aber als DDR-feindlich und war äußerst unerwünscht. Offiziell sollte der »antifaschistische Schutzwall« den Frieden in Mitteleuropa gegen die Angriffe aus den NATO-Staaten sichern, hieß es. Vorrangig sollte jedoch der Fluchtwelle von qualifizierten Arbeitern in den Westen ein Riegel vorgeschoben werden.
Seit Mitte der 70er Jahre war die Bezeichnung »antifaschistischer Schutzwall« nur mehr auf offiziellen Veranstaltungen - wir zum Beispiel dem Jahrestag des Mauerbaus am 13. August - zu hören. Die »Staatsgrenze der DDR« sollte von nun an Deutschland bis zum 9. November 1989 in zwei Teile teilen. Nachdem Erich Honecker im Juni 89 meinte, die »Mauer« werde auch noch in 50 Jahren stehen, war die Bezeichnung auch vereinzelt in offiziellen Texten zu lesen. 

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