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Eine Hommage an den Meister des Comics in der DDR

In der letzten Woche bewegte eine traurige Nachricht nicht nur Comicfans in ganz Deutschland: Am Samstag, dem 08. November 2014 verstarb der Vater der Digedags, Hannes Hegen, im Alter von 89 Jahren. Ihm zu Ehren haben wir heute einen besonderen Schatz aus der Bibliothek ausgegraben, der seinerzeit zum 85. Geburtstag des Künstlers erschien.
von Admin (20.11.2014)

In der letzten Woche bewegte eine traurige Nachricht nicht nur Comicfans in ganz Deutschland: Am Samstag, dem 08. November 2014 verstarb der Vater der Digedags, Hannes Hegen, im Alter von 89 Jahren. Ihm zu Ehren haben wir heute einen besonderen Schatz aus der Bibliothek ausgegraben, der seinerzeit zum 85. Geburtstag des Künstlers erschien und heute mehr denn je ausdrückt, welches Ansehen der Zeichner genoss: "Sich Hegen bringt Segen - Eine Hommage an den Meister des Comics in der DDR".

Hannes Hegen hieß bei seiner Geburt am 16. Mai 1925 nicht Hannes, auch nicht Johannes, sondern tatsächlich Johann Hegenbarth. Doch mit zunehmender Bekanntheit wollte er sich auch namentlich von seinem prominenten Verwandten, dem bekannten Maler Josef Hegenbarth (ein Cousin seines Vaters) unterscheiden und änderte daher seinen Künstlernamen mehrmals bis hin zum bekannten Hannes Hegen. Dies und noch weitere interessante Informationen über den Künstler, der sich stets der Öffentlichkeit entzog und Interviews kategorisch ablehnte, können Sie auf den ersten Seiten der "Hommage" nachlesen. Initiator der Exposition ist der Mosaik und Comic-Club Neubrandenburg, dessen Vorsitzender Thomas Möller dem Pionier des ostdeutschen Comics ein Buch widmen wollte. Anlass war die Auszeichnung Hegens auf dem Erlanger Comic Salon 2008 mit dem Max und Moritz Preis für sein Lebenswerk. Daraufhin würdigte der Neubrandenburger Club Hegen zu seinem 85. Geburtstag mit einer Ausstellung und einem Hommage-Band mit Zeichnungen von 43 Zeichnern.

So findet sich nach dem Vorwort von Thomas Möller auch ein Lebenslauf von Hannes Hegen. Dieser spannt den Bogen über dessen Geburt in Böhmisch Kamnitz, Jugendzeit und Ausbildung, Krieg, Vertreibung und Nachkriegszeit, Rückzug in Richtung Heimat zu Kriegsende, zur Studienzeit in Leipzig, von der Pleiße an die Spree, bis hin zur Geburt der Idee: Das "Mosaik" von Hannes Hegen. Der Hauptteil des Werkes besteht aber natürlich aus den Zeinungen sowie den Widmungen der Zeichner. Jedes Bild und jeder Comic hat seine eigene Seite, jeder Künstler wird mit einem kurzen Abriss genannt. Bei vielen der Zeichnungen gerät man wirklich ins Schmunzeln! Zahlreiche Künstler haben in ihren Zeichnungen oder den Sprechblasen ihrer Comics auch einen Gruß an Hannes Hegen eingearbeitet.

Man merkt einfach deutlich die Wertschätzung, die Hegen zu Lebzeiten erfahren hat - das macht dieses Buch so besonders. Die "Hommage an den Meister des Comics" im A4-Format ist Mitte des Jahres 2010 im Eigenverlag Thomas Möller erschienen und hat die ISBN 978-3-00-030646-4.

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