Aus der Sammlung

Schwere Stücke - Segmente der Berliner Mauer im DDR Museum

Die Sammlung des DDR Museum wächst regelmäßig durch zahlreiche Spenden, die mal größer, mal kleiner in Form und Umfang sind. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmefälle: Die mit Abstand größten und schwersten Objekte in unserem Depot sind die zwei Mauersegmente, deren Transport und Lagerung eine längerfristige Vorbereitung erforderte. Wie sie in unsere Sammlung überführt wurden, erfahren Sie im heutigen Blog.
(05.10.2015)

Die Sammlung des DDR Museum wächst regelmäßig durch zahlreiche Spenden, die mal größer, mal kleiner in Form und Umfang sind. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmefälle: Die mit Abstand größten und schwersten Objekte in unserem Depot sind die zwei Mauersegmente, deren Transport und Lagerung eine längerfristige Vorbereitung erforderte. Wie sie in unsere Sammlung überführt wurden, erfahren Sie im heutigen Blog.

Bevor die zwei Segmente der Mauer in unser Museumsdepot transportiert wurden, befanden sie sich zunächst an einem externen Lagerort. Von dort mussten die jeweils ca. 4,5 Tonnen schweren Stücke mit einem Schwerlasttransporter abgeholt werden und anschließend zu unserem Museumsdepot gefahren werden. Hier war vollster Körpereinsatz gefragt: Um die Stücke nacheinander an ihren endgültigen Platz zu versetzen, wurden sie zunächst auf einen Hubwagen und anschließend auf Schwerlastrollen gehoben, wobei jeweils eine Person an jedem Ende stabilisierend anpackte. Die Objekte befinden sich nun gesichert aufgestellt in klimaüberwachten Räumlichkeiten und werden so nach den notwendigen museologischen Standards für die Nachwelt bewahrt. Die beiden Stücke waren Teil des vorderen Sperrelements zur Westseite des Mauerstreifens, was an der einseitigen farbigen Bemalung erkennbar ist. Im Gegensatz zur östlichen war es auf der westlichen Seite möglich, bis direkt an die Mauer heran zu treten. Eine Besonderheit ist auch der kleine Pflanzenbüschel, der immer noch mit der Oberfläche eines der Mauerteile verwachsen ist.

Die Berliner Mauer trennte zwischen 1961 und 1989 den ostdeutschen vom westdeutschen Teil der Stadt. Am vergangenen Samstag, den 3. Oktober, jährte sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 25. Mal. Die Mauer ist zwar Geschichte, die Segmente in unserer Sammlung dokumentieren diese als Musealien. Ohne Frage jedoch wirkt die Jahrzehnte währende Teilung Deutschlands bis heute nach und eine vollständige Wiedervereinigung in sämtlichen gesellschaftlichen Aspekten ist als ein sich immer noch vollziehender Prozess zu betrachten.   

 

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