Schrille Farben, flotte Sprüche und niedliche Figuren – Werbung in der DDR (Teil VI)

Heute setzen wir unsere kleine Reihe über Werbung in der DDR fort und stellen Ihnen als Gastbeitrag von Nicole Sawicka einen Werbeaufsteller für Jasmatzi-Zigaretten sowie einen Werbeaufsteller für die Feinseife „cha“ vor.
von Sören Marotz (16.10.2014)

Heute setzen wir unsere kleine Reihe über Werbung in der DDR fort und stellen Ihnen als Gastbeitrag von Nicole Sawicka einen Werbeaufsteller für Jasmatzi-Zigaretten sowie einen Werbeaufsteller für die Feinseife „cha“ vor.

Der Jasmatzi-Werbeaufsteller wirbt unter dem damals gängigen Werbeschlagwort „Orient“ für die gleichnamigen Zigaretten. Die Oberfläche des Schildes besteht aus dunkelrotem Samt, verziert mit rechtwinkligen Linien. Zudem erinnert die Mitte mit dem goldenen Innenraum an einen tempelartigen Eingang. Der Name „Orient“ wird im satten hellen rot in der Mitte vom Rest abgesetzt. Das besondere hierbei ist, dass der Werbeaufsteller einen zusätzlichen Aufsteller vorn besitzt, in den eine Zigarette eingelegt werden konnte. Die Gestaltung, Farbauswahl und die Schrift erinnern noch sehr an die Vorkriegszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen enteignet und zum VEB Jasmatzi Dresden umgewandelt. 1959 wurde der Betrieb den Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden zugeordnet und als „Werk I“ (Hauptsitz) dieses VEBs bezeichnet.

Eine etwas ausgefallene Werbung ist die der Feinseife „cha“ vom VEB Oderna Seifenwerk in Frankfurt/Oder. Durch den mediterran anmutenden Namen und entsprechend passende Illustrierungen wird eine gewisse Exotik und Internationalität suggeriert. Der Werbeaufsteller ist ein typisches Beispiel für die 1960er und frühen 1970er Jahre, da in dieser Zeit eigene Werbekreationen mehr und mehr die klassischen Elemente der Vorkriegszeit verdrängten.

Gastbeitrag von Nicole Sawicka

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