Schrille Farben, flotte Sprüche und niedliche Figuren – Werbung in der DDR (Teil II)

Heute setzen wir unsere kleine Reihe über Werbung in der DDR fort und stellen Ihnen das „Leipziger Messemännchen“ und „Korbine Früchtchen“ vor. von Sören Marotz (18.09.2014)

Heute setzen wir unsere kleine Reihe über Werbung in der DDR fort und stellen Ihnen das „Leipziger Messemännchen“ und „Korbine Früchtchen“ vor.

Das „Leipziger Messemännchen“ war das Maskottchen der Leipziger Messe. Die jeweils im Frühjahr und Herbst durchgeführte Leipziger Messe war das Schaufenster der Leistungsfähigkeit der DDR-Wirtschaft. Das 800jährige Jubiläum 1964 wurde mit großem Aufwand propagiert. Das Maskottchen zu diesem Anlass war das Messemännchen, ein Geschäftsmann im blauen Anzug, einem gelben Globus als Kopf, einer Pfeife im Mundwinkel und einem eleganten Hütchen mit den Buchstaben MM („Muster-Messe“). In der Hand hält es einen brauen Koffer. Die Farben gelb und blau stehen für die Stadt Leipzig, der Globuskopf repräsentiert die Internationalität der Messestadt. Die Figur ist aus Kunststoff gefertigt und wurde vom DDR-Kunstpreisträger Gerhard Behrendt, der auch das Sandmännchen erschuf, gestaltet.

Die Figur „Korbine Früchtchen“ war eine lebende Erdbeere mit Armen und Beinen, die zur Kinderzeitschrift „Frösi“ gehört. „Fröhlich sein und singen“ war zunächst der vollständige Titel, ab 1965 wurde die Kurzform „Frösi“ eingeführt. „Korbine Früchtchens“ Aufgabe war es, den Kindern eine gesunde Ernährung sowie das Sammeln von Früchten näher zu bringen. Unser Exemplar zeigt sie stehend auf Kunstrasen und mit einem grünen Körbchen als Verkleidung. Der Körper der Figur ist aus Gips gefertigt, Arme und Beine bestehen aus Draht. Auf dem Quartettspiel trägt sie ein Kleid und ein Tuch auf dem Kopf.

 

Gastbeitrag von Nicole Sawicka

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