Veranstaltung

Schäfers Stündchen Folge: Annekatrin Bürger

Zur vergangenen Veranstaltung in unserem Besucherzentrum fanden sich Annekathrin Bürger und Alexander G. Schäfer zum Gespräch ein. Annekathrin Bürger, die von Gerhard Klein für den Film entdeckt wurde, sprach mit Alexander G. Schäfer über ihre Autobiographie, ihre Rollen in Film und Fernsehen, ihre Tätigkeit am Theater und  ihr soziales Engagement.
von Admin (30.04.2014)

Zur vergangenen Veranstaltung in unserem Besucherzentrum fanden sich Annekathrin Bürger und Alexander G. Schäfer zum Gespräch ein. Annekathrin Bürger, die von Gerhard Klein für den Film entdeckt wurde, sprach mit Alexander G. Schäfer über ihre Autobiographie, ihre Rollen in Film und Fernsehen, ihre Tätigkeit am Theater und  ihr soziales Engagement.

Wenn der erste weibliche Filmstar der DDR an ihr Leben in eben jener denkt, dann sind die Gedanken eher positiver Natur, jedoch mit „negativen Einschlägen“. Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um ihre Kindheit und Jugend, die zu großem Teil auch in Kinderheimen stattfand, was bei ihr nach eigener Aussage aber keine negativen Spuren hinterlassen hat. Da sie aufgrund ihrer Noten nicht auf die Oberschule gehen konnte, lernte Frau Bürger am Lehratelier Bernburg und wurde dann Bühnenbildassistentin und Requisiteurin. Den Traum Schauspielerin zu werden hatte sie schon früh, jedoch war es ihr erst mit 18 möglich, sich an der Schauspielschule zu bewerben, also vertrieb sie sich die Zeit mit anderen Aktivitäten. Neben verschiedenen anderen Sachen leitete sie auch ein Pionierlager an der Ostsee, bei dem sie dann schließlich von Regisseur Gerhard Klein entdeckt wurde. Auch wenn sein erster Kommentar „Die ist zu dick und sächselt“ keine rosige Zukunft vermuten ließ, war dies der ungewöhnliche Beginn ihrer Filmkarriere in der DDR. Nach ihrem ersten Film wurde sie an der Filmhochschule in Berlin aufgenommen und lernte dort unter anderem Uli Thein kennen. Neben ihrer Tätigkeit beim Film, spielte Annekathrin Bürger auch am Deutschen Theater in Berlin und am Theater in Senftenberg, wo sie viele namhafte Hauptrollen übernahm.

Die politischen Ereignisse in der DDR, wie zum Beispiel die Biermann Ausbürgerung,  gingen an ihr nicht spurlos vorüber, da auch aus ihrem Umfeld Freunde in Konflikt mit der Staatsführung gerieten. Vor allem das Jahr 1989 war für sie prägend, denn auch sie beteiligte sich an den Demonstrationen der „Friedlichen Revolution“.

Die Wiedervereinigung bedeutete für ihre Karriere zunächst einen Einschnitt, der jedoch durch den Tatort Leipzig und andere Fernsehformate, die in Ostdeutschland gedreht wurden, bald geschlossen werden konnte.

Inzwischen liest Annekathrin Bürger bei Veranstaltungen häufig aus ihrer Autobiographie „Der Rest, der bleibt“ und gibt lyrische Konzerte mit ihren Musikern.

 

 

Mehr zum Thema

Tickets ohne Warteschlange ab € 5,50   Jetzt kaufen