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Schäfers Stündchen Folge 2: Franziska Troegner

Am gestrigen Abend hatten wir eine ganz besondere Person zu Gast: Franziska Troegner! Viele kennen sie eventuell an der Seite von Johnny Depp in „Charly und die Schokoladenfabrik“, aus „Liebling Kreuzberg“, „Johann Sebastian Bach“, „In aller Freundschaft“ oder „Der Landarzt“.
von Janine Henschel (26.02.2014)

Am gestrigen Abend hatten wir eine ganz besondere Person zu Gast: Franziska Troegner! Viele kennen sie eventuell an der Seite von Johnny Depp in „Charly und die Schokoladenfabrik“, aus „Liebling Kreuzberg“, „Johann Sebastian Bach“, „In aller Freundschaft“ oder „Der Landarzt“.

In der 2. Folge unserer Reihe „Schäfers Stündchen“ erzählt die in der DDR aufgewachsene Schauspielerin wie ihre Karriere begann. Schon als junges Mädchen, im Alter von 8 Jahren, wurden sie und eine Freundin in Berlin-Pankow als Synchronsprecherinnen entdeckt.

Wie auch ihre Eltern, der Vater Schauspieler und Regisseur, die Mutter Sängerin an der Komischen Oper, entdeckte sie ihre Liebe für das Theater. Schon 1969 spielte sie im Jugendstudio des Berliner Kabaretts „Die Distel“. Alles begann mit einem Praktikum am Berliner Ensemble, wo sie schon bald die Hauptrolle in „Mutter Courage und ihre Kinder“ übernahm. Während ihrer 18 Jahre am Berliner Ensemble spielte sie außerdem die Polly in der "Dreigroschenoper", die Grusche in "Der kaukasische Kreidekreis", und die Wirtin vom Kelch in "Schweyk im Zweiten Weltkrieg".

Trotz ihrer Gastspielreise mit der "Dreigroschenoper" und dem "Kreidekreis" nach Paris, Athen, Mailand und anderen Ländern, hatte sie nicht länger als einen Moment an eine Flucht aus der DDR gedacht, da sie keine erfolgversprechenderen Perspektiven als bisher für ihre Schauspielkarriere sah.

Ab 1976 erhielt Franziska Troegner zahlreiche weitere Rollen und war aus der Fernseh- und Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken. Nach der Wiedervereinigung spielte sie als Sketch-Partnerin von Helga Hahnemann, Dieter Krebs und Dieter Hallervorden.

Auch nach Hollywood hat es die quirlige Berliner Schauspielerin geschafft. Alexander G. Schäfer, der während der Reihe „Schäfers Stündchen“, mit den Gästen plaudert, war natürlich besonders an der Zusammenarbeit mit Johnny Depp interessiert. Franziska Troegner erzählte von ihren 36 Drehtagen mit dem amerikanischen Starschauspieler und seiner lockeren, unkomplizierten Art während des Drehs. Zahlreiche Anekdoten Troegners lockerten die Gesprächsrunde auf und sorgten für viele Lacher des Publikums. Ihr imposantes, witziges und charismatische Auftreten machten den Abend zu einer äußerst kurzweiligen Veranstaltung und das Zuhören wurde für die Gäste und mich zu einem spannenden Erlebnis.

Ihre Autobiographie „Fürs Schubfach zu dick“, die im August 2009 erschienen ist, konnte natürlich auch bei unserer Veranstaltung gestern Abend erworben und von der Schauspielerin persönlich signiert werden. Das Buch bekommen Sie außerdem bis Ender der Woche für 16,90 € bei uns im Museumsshop.

© Warner bros.

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