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Säuglingssterblichkeit und Zwangsadoption in der DDR

Heute habe ich einen Artikel auf Spiegel Online gelesen, der vom Schicksal einer DDR-Bürgerin erzählt. Diese gebar Zwillinge, die ein paar Tage später für tot erklärt wurden. Die Umstände sind mysteriös, aber handfeste Beweise gibt es nicht. Handelte es sich um Kindesentziehung?
von Melanie Alperstaedt (02.12.2010)

Heute habe ich einen Artikel auf Spiegel Online gelesen, der vom Schicksal einer DDR-Bürgerin erzählt. Diese gebar Zwillinge, die ein paar Tage später für tot erklärt wurden. Die Umstände sind mysteriös, aber handfeste Beweise gibt es nicht. Handelte es sich um Kindesentziehung?

Zusätzlich findet man auf der Seite ebenfalls Artikel über von Ärzten angeordnete Tötungen von zu früh geborenen Babies in der DDR, um die Statistik der Säuglingssterblichkeit positiv zu beeinflussen.

Weiterhin werden Sie einen Artikel von 1975 finden, der auf Zwangsadoptionen in der DDR hinweist und einen weiteren von 1991, der von Akten über politisch motivierte Zwangsadoptionen berichtet.

Der OvZ-DDR e.V. (Hilfe für Opfer von DDR - Zwangsadoptionen e.V.) widmet sich der Aufklärung, bietet Hilfe an und informiert umfassend zu diesem Thema.

Wissen Sie, ich finde "Kinderentziehung" und "Zwangsadoption" klingt so harmlos im Vergleich zu dem unendlichen Leid, welches aus politischen Gründen über Familien gebracht wurde. Nach der Lektüre dieser Artikel fehlen mir aber einfach die Worte, um Alternativen vorzuschlagen. Sprachlos bleibt man zurück, aber wie entsetzlich muss es dann erst für die Betroffenen sein ?!? Ich hoffe, dass deren Worte zukünftig gehört werden.

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