Plaste und Elaste - Leuchtreklame in der DDR

von Admin (01.04.2014)

Heutzutage sind wir immer und überall ununterbrochen von Werbung und Reklame umgeben. Manche einprägsam und unterhaltsam, andere nehmen wir gar nicht mehr war. Natürlich gab es auch in der DDR Werbung und das auch auf verschiedenen Wegen. Ein Werbemittel war die Leuchtreklame und genau damit beschäftigt sich unser heutiger „Schatz“ aus der Bibliothek: „Plaste und Elaste – Leuchtreklame in der DDR“.

 

Wer kennt sie noch? Seien es Slogans wie „Plaste und Elaste aus Schopkau“ oder einfach die Namen der Kaufhäuser wie z. B. des „Centrum Warenhaus“. Neonletter prangten vielerorts, an und auf Gebäuden, neben der Autobahn, an Ortsein- und –ausgängen. „Goethes „Mein Leipzig lob ich mir“ grüßte die Besucher der Messestadt, „Trink Margonwasser, prickelnd frisch“ wurde den Dresdnern empfohlen, blubbernde Zierfische lockten in die Zoohandlung am Frankfurter Tor in Berlin“ (vgl. Klappentext). Viel ist heute nicht mehr zu sehen von den „Lichtkronen der DDR“. Wer noch einmal einen Blick auf sie werfen möchte, dem ist wärmstens dieser Bildband zu empfehlen.

 

„Bereits kurz nach Kriegsende entdeckten die Befreier aus der Sowjetunion ihre Liebe zum Neonlicht. Bis Dezember 1945 wurden 22.000 Meter Leuchtröhren in Berlin hergestellt. Doch nicht zu Werbezwecken: In Form von Sowjetsternen zierten sie die Kommandanturen der Militärbehörden. So steht es in einem vor Jahrzehnten erschienenen Handbuch der Lichtwerbung. Eine darüber hinausgehende werbliche Ausgestaltung der Städte war in den ersten Jahren der DDR unerwünscht.“ (vgl. S. 7) Diese und weitere interessante Hintergrundinformationen bietet das umfassende, elfseitige Vorwort, sodass der geneigte Betrachter begleitend zu den ohnehin schönen bis eindrucksvollen Bildern auch noch etwas lernen kann.

 

Für eine kurze Reise in die Vergangenheit, zum Schmunzeln und Staunen und um Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, empfiehlt sich also dieser schmucke Bildband sehr. „Plaste und Elaste – Leuchtreklame in der DDR“ ist 2010 im Neues Leben Verlag Berlin erschienen. Das Vorwort stammt von Dietmar Kreutzer, Bildredaktion und Gestaltung haben Beate Hellbach und Andreas Fack übernommen. Das Werk hat die ISBN 978-3-360-02107-6 und kostet 14,95 €.

Einen interessanten Artikel dazu finden Sie auch hier.

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