Ostzeit - Geschichten aus einem vergangenen Land

Bilder, die beobachten statt behaupten. Geschichten, die sich an den Verhältnissen reiben, ihren Protagonisten aber stets zugewandt bleiben. Fotografie, die zeigt, was ist: angehaltene Zeit. (vgl. Klappentext)
von Admin (16.09.2014)

Bilder, die beobachten statt behaupten. Geschichten, die sich an den Verhältnissen reiben, ihren Protagonisten aber stets zugewandt bleiben. Fotografie, die zeigt, was ist: angehaltene Zeit. (vgl. Klappentext)

Heute möchten wir Ihnen einen wunderschönen Bildband vorstellen, der die Werke von einigen der wichtigsten Fotografen Ostdeutschlands vereint: Ostzeit - Geschichten aus einem verganenen Land. Sybille Bergemann, Ute Mahler, Werner Mahler und Harald Hauswald, dazu der Franzose Maurice Weiss, zeigen in diesem Buch Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Zeit vor dem Mauerfall bis zur Wende und eröffnen damit einen Blick auf ihre gemeinsamen Wurzeln und ihre individuelle Sichtweise auf den Osten Deutschlands. Ergänzt werden die Fotografien durch Essays von Marcus Jauer, Wolfgang Kil, Alexander Osang und Ingo Schulze.

Der Verlag Hatje Cantz beschreibt den Inhalt der Bilder sehr treffend für Fotografie-Kenner: "Ostzeit offeriert sensible Bilder aus der DDR und ihrer Menschen: Sybille Bergemanns unerreicht menschlichen Bilder von Clärchens Ballhaus. Werner Mahlers Langzeitstudie über das thüringische Berka. Harald Hauswalds fotografischer Essay über Tristesse und versteckte Komik des DDR-Allags. Ute Mahlers demaskierende Fotos der Berliner Maiparade 1980. Die Dokumentation des Franzosen Maurice Weiss von den letzten Stunden vor dem Mauerfall und der Wendezeit. Und nicht zuletzt Sybille Bergemanns emblematische Bilder zur Entstehung und Montage des Marx-Engels-Denkmals, die es ironischerweise bis in die Kunstsammlung des Deutschen Bundestags geschafft haben."

Sybille Bergemann, Ute Mahler, Werner Mahler, Harald Hauswald und Maurice Weiss sind alle Mitglieder der Agentur OSTKREUZ. Diese Agentur wurde im Jahre 1990 von sieben Fotografen gegründet und gilt inzwischen mit seinen 18 Mitgliedern aus jeder Altersstufe als die erfolgreichste von Fotografen eingeführte Agentur Deutschlands. OSTKREUZ ist auch der name eines Berliner Bahnhofes, der in seiner Form an eine Windrose erinnert, weil sich in ihm die Linien aller Himmelsrichtungen treffen. Die Fotografen beschrieben damti ihren Standort, den Osten, in dem es eben noch ein Land gegeben hatte, zu dessen bedeutendsten Fotografen sie gehörten. Sie bezeichneten damit aber auch einen Punkt, das Kreuz, von dem aus man in jede Richtung aufbrechen kann.

Der Bildband Ostzeit - Geschichten aus einem verganenen Land ist zum 20. Jubiläum des Mauerfalls im Hatje Cantz Verlag erschienen und enthält auf 288 Seiten 190 Abbildungen in Duplex sowie Biografien der fünf Fotografen. Er hat die ISBN 978-3-7757-2486-9 und ist für 39,80 € erhältlich.

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