Multilingualer Bildband: „Erlebtes Bauen, Ost-Berlin 1959 bis 1989“

Wer sich für die Architektur und die architektonische (Um-)Gestaltung Ost-Berlins in den Jahren 1959 bis 1989 interessiert, dem können wir das Werk „Erlebtes Bauen, Ost-Berlin 1959 bis 1989“ sehr an‘s Herz legen. Das Besondere: Alle Texte und Bildunterschriften sind in vier Sprachen abgedruckt, Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch.
von Admin (22.10.2013)

Wer sich für die Architektur und die architektonische (Um-)Gestaltung Ost-Berlins in den Jahren 1959 bis 1989 interessiert, dem können wir das Werk „Erlebtes Bauen, Ost-Berlin 1959 bis 1989“ sehr an‘s Herz legen. Das Besondere: Alle Texte und Bildunterschriften sind in vier Sprachen abgedruckt, Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch.

 

Diesen umfangreichen und buchstäblich gewichtigen Schatz aus der Präsenzbibliothek des DDR Museum muss sicher jeder Architekturstudent einmal in den Händen gehalten haben. Aber auch jeder, der sich für Wiederaufbau und Umgestaltung des kriegszerstörten Berliner Stadtzentrums interessiert, wird dieses Buch mehr als spannend finden.

 

Die renommierte Fotografin Gisela Stappenbeck, Jahrgang 1931, die sich bereits an zahlreichen Ausstellungen zur deutschen Architektur beteiligte, dokumentiert in diesem Werk fotografisch Aufbau und Umgestaltung folgender Ost-Berliner Plätze:

 

  • Vom Strausberger Platz zum Alexanderplatz
  • Alexanderplatz
  • Zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße
  • Fischerkiez und Nikolaiviertel
  • Nikolaikirche
  • Marx-Engels-Platz (heute: Schlossplatz)
  • Platz der Akademie (heute: Gendarmenmarkt)
  • Friedrichstraße
  • Unter den Linden

 

Das Vorwort stammt von Dorothee Dubrau, Jahrgang 1955, Architektin und Stadtplanerin. Mehrere Jahre war sie im Bereich Stadtplanung und Städtebau tätig und ist seit 2006 Dozentin für Städtebau und Regionalplanung an der TU Darmstadt.

Jedes der Kapitel beginnt mit einer Karte des jeweiligen Gebietes und ein paar einleitenden Worten, welche die Geschichte des Ortes und die Situation zur Nachkriegszeit umreißen. Es folgen Fotografien der jeweiligen Stätten zur Nachkriegszeit, während des Auf- bzw. Umbaus und des fertigen Platzes. Texte und Bildunterschriften stammen von Klaus-Dietrich Stappenbeck.

 

Das Magazin Prinz schrieb: „Unwiederbringlich verschwundene Bauwerke Ost-Berlins werden durch diese Architekturdokumentation festgehalten, ganz unprätentiös und mit Passanten, die durch das Bild laufen. […] Enthalten sind auch die Dokumentationen der Großbaustellen Alexanderplatz im Jahr 1967 und der Wiederaufbau des historischen Nikolaiviertels 1987. In der Vielzahl publizierter Berlin-Bücher sticht dieser Bildband heraus. Er zeigt das prosperierende Berlin bis 1989, von dem heute niemand mehr etwas wissen will. Gisela Stappenbeck zählte zu einer der wichtigen Protagonistinnen des Wiederaufbaus.“

 

Das Buch „Erlebtes Bauen, Ost-Berlin 1959 bis 1989“ ist 2008 im Architektur- und Designverlag DOM publishers erschienen. Es umfasst 288 Seiten und enthält über 300 Fotografien. Das Buch ist ein sog. Hardcover und hat die ISBN 978-3-938666-37-1.

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