DDR-Geschichte

„Mit Pauken und Raketen“ Karikaturen des Soldatenlebens im Warschauer Pakt

Das Wort „Karikatur“ stammt vom lateinischen Wort „carus“ für „Karren“ und dem italienischen Wort „caricare“ für „überladen“ oder „übertreiben“ ab. Unter Karikatur versteht man heutzutage die überzeichnete Darstellung von Personen oder gesellschaftlichen Zuständen, es handelt sich also um die bildliche Darstellung von Satire. Auch die DDR bediente sich der bildlichen Kunst der Karikaturen auf verschiedenen Ebenen. von Jörn Kleinhardt (01.09.2016)

Das Wort „Karikatur“ stammt vom lateinischen Wort „carus“ für „Karren“ und dem italienischen Wort „caricare“ für „überladen“ oder „übertreiben“ ab. Unter Karikatur versteht man heutzutage die überzeichnete Darstellung von Personen oder gesellschaftlichen Zuständen, es handelt sich also um die bildliche Darstellung von Satire. Seit der Antike gibt es diese Art der überzogenen Darstellung, oftmals auch mit politischem oder propagandistischem Hintergrund.

Auch die DDR bediente sich der bildlichen Kunst der Karikaturen auf verschiedenen Ebenen. So gab es Satiremagazine wie den „Eulenspiegel“, welcher Werken diverser Karikaturisten wie Paul Klimke, Manfred Bofinger oder Horst Schrade eine Plattform gab. Zusätzlich entstanden zahlreiche Sammelbände zu bestimmten Thematiken, wie beispielsweise Erich Schmitts Buch „Verschmit(t)zter Tierpark“ zum Tierpark Berlin oder „Das dicke Schrader Buch“ mit gesammelten Werken von Karl Schrader. Ernste gesellschaftliche Missstände wurden jedoch nicht thematisiert oder durften nicht veröffentlicht werden.  Für die Karikaturisten war es oft ein schmaler Grat zwischen „political correctness“ und der üblichen Medienzensur.

In unserem Sammlungsbestand befindet sich das Buch „Mit Pauken und Raketen“. Entstanden im Jahr 1976 und herausgebracht vom Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, widmet sich das Buch zahlreichen soldatischen Themen und karikiert den Alltag des Soldaten vielfältig und kreativ.  Auf insgesamt 195 Seiten finden sich Werke von Karikaturisten aus dem gesamten Ostblock, darunter bekannte ostdeutsche Künstler wie Karl Schrader, Willy Moese oder Erich Schmitt. Bei unserem Bestandsexemplar handelt es sich um die vierte Auflage des beliebten Buches aus dem Jahr 1983. Den Hardcovereinband schmücken farbige Bilder, die Karikaturen im Buch sind zweifarbig abgedruckt.

Kennen Sie noch weiter Bücher mit Karikaturen, speziell zum Thema „Soldatsein“? Dann melden Sie sich bitte bei uns!

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